Innovatives Highlight
MacBook Pro: So funktioniert die Touch Bar
Vier Jahre sind in der Hightech-Branche fast eine Ewigkeit. So lange hat es gedauert, bis Apple seiner populären Profi-Laptopreihe MacBook Pro eine komplette Überarbeitung gegönnt hat. Die neuen Modelle stecken nun in noch kompakteren Gehäusen, sind mit moderner Chip-Technologie vollgepackt, haben an Gewicht verloren und brillieren im wahrsten Wortsinn mit einem exzellenten Bildschirm.Die größte Änderung betrifft aber das Bedienkonzept. Dieses Highlight der Präsentation überraschte auf dem Event am Donnerstag auf dem alten Firmencampus in Cupertino niemanden mehr, denn das Konzept der "Touch Bar" war schon vorab durch ein Missgeschick bei Apple durchgesickert.
Kein berührungsempfindlicher Bildschirm, sondern eine Leiste
Das Team um Apple-Chefdesigner Jony Ive griff den Trend auf, Computer auch über einen berührungsempfindlichen Bildschirm zu bedienen. Doch im Gegensatz zu Microsoft wird bei Apple nicht der große Hauptbildschirm zum Touch-Eingabefeld, sondern nur ein schmaler OLED-Streifen, der oberhalb der Tastatur angebracht ist. Der Anwender soll nicht ergonomisch ungünstig die Hand heben müssen, um Bedienelemente auf dem Monitor zu berühren. "Touch" bedeutet bei Apples Notebook eine Erweiterung der herkömmlichen Tastatureingabe.Dort, wo sich beim MacBook wie bei jedem anderen Notebook die Escape- und die Funktionstasten befanden, wird nun bei den Spitzenmodellen abhängig von den jeweils laufenden Programmen eine anpassbare Reihe von Symbolen und Bedienelementen angezeigt.
The new MacBook Pro featuring Touch Bar
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Plus an Sicherheit
Mit dieser Leiste kann man sich zunächst am Rechner anmelden und Käufe in iTunes oder auf Webseiten via Apple Pay freigeben. In Kombination mit einem Spezialchip, der "Secure Enclave", erhalten die High-End-Notebooks von Apple damit eine zusätzliche, hart verschlüsselte Sicherheitsschicht, ähnlich wie das Zugangssystem der modernen iPhone-Modelle. In Verbindung mit der bei Apple inzwischen standardmäßig eingeschalteten Festplattenverschlüsselung entsteht damit ein System, das selbst von mächtigen Sicherheitsbehörden nicht ohne weiteres überwunden werden kann.
>>>Nachlesen: Alle Infos von den neuen MacBook Pro Modellen (2016)
Viele Anwendungen werden unterstützt
Im Alltag der Besitzer eines MacBook Pro wird aber vor allem eine Rolle spielen, dass die "Touch Bar" künftig für viele Anwendungen eine Bedienungsalternative bildet. Über sie kann man in den Foto-Beständen blättern, bei der Video-Bearbeitung intuitiv an die gewünschte Stelle im Film springen oder den Kalender wochenweise vor- und zurückblättern. Jede Anwendung bringt ihre eigene Welt an Symbolen und Bedienelementen mit, von Emojis für iMessage- oder WhatsApp-Nachrichten über Lesezeichen im Webbrowser bis hin zu optisch aufbereiteten Spezialbefehlen in Büroanwendungen.
Für Drittanbieter offen
Im ersten Rutsch hat Apple seine eigenen Anwendungen für die "Touch Bar" vorbereitet, vom Safari-Browser über die Mail- und Foto-Anwendung bis hin zur Video-Schnittsoftware Final Cut Pro. Aber auch Drittanbietern steht das System offen, da Apple die Programmschnittstelle geöffnet hat. So konnte man in Cupertino bereits Programmpakete wie Microsoft Office oder die in Profikreisen unverzichtbare Fotobearbeitungssoftware Adobe Photoshop mit "Touch Bar"-Unterstützung sehen.
The new MacBook Pro — Design, Performance and Features
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Apple präsentiert neue MacBooks
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Die Show ist altbekannt: Mit viel Pomp und Trara präsentiert Apple-Chef Tim Cooke auf offener Bühne die Neuheuten von Apple. Und deren gibt es einige: So wird auf den I-Phones das erste große Software-Update 10.1 ausgerollt. Die nächste Ankündigung: Twitter wird mit Apple-TV verzahnt – das soll das Kommentieren von Live-Ereignissen – etwa Fußballspiele – vereinfachen.
DIE Neuheit schlechthin – und lang erwartet – sind die neuen Macs. DIE Innovation: Das neu MacBook Pro hat eine Touchleiste oberhalb des mechanischen Tastenfeldes. Zwei Größen wird es geben: 13 Zoll, knapp 15 mm dünn und 15 Zoll, 15,5 mm dünn. Die Touch-Leiste ist das Highlight des neuen Mac-Books, Apple nennt sie Touch-Bar, Apple setzt hier auf die OLED-Technologie, verfügt über den Fingerabdrucksensor Touch ID und wird vom eigenen Apple T1 Chip angetrieben - den kennt man bereits aus den kabellosen EarPods. Mit Touch-Bar wird es auch Quick Type geben. Also Textvorschläge, wie es bei Handys bereits gang und gäbe ist. Außerdem lassen sich damit recht rasch Fotos drehen, schieben, aufhellen oder mit Filter versehen. Überhaupt sind dieser Touch Bar keine Grenzen gesetzt, die Apps lassen sich von ihr aus ebenso steuern wie die Musiksammlung oder das Filmeschaun.
Dass das neue MacBook Pro das leistungsstärkste der Apple-Familie ist, überrascht wohl kaum Apple schöpft tatsächlich aus dem Vollen: Core i7 Chip der 6. Generation, AMD Radeon Pro Grafikkarte, 50 Prozent schnellere SSD, besser Lüftung und völlig neues Lautsprechersystem.
Und wer hätte es gedacht – das MacBook Pro wird gerade noch rechtzeitig VOR dem großen Run aufs Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen. Wer jetzt auf die MacBooks schon giert, sollte allerdings vorher einen Blick in sein Portemonnaie riskieren, denn die Teile sind doch etwas teurer als erwartet: So kostet das kleinere Mac-Book mit Touchbar ab knapp 2.000 Euro, für das größere sind nochmal 200 Euro mehr hinzublättern. Im Apple Store sind die Teile bereits verfügbar.
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