Erster Eindruck
Samsung Galaxy S6 (Edge) im Test
Samsung stellte am Sonntagabend in Barcelona zum Auftakt des Mobile World Congress 2015 (2. bis 5. März) seine neuen Smartphone-Flaggschiffe vor (wir berichteten live). Nach der Präsentation standen einige Galaxy S6 (links) und Galaxy S6 Edge (rechts) für einen kurzen Check bereit. Welche ersten Eindrücke das Gerät dabei hinterlassen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen. Ein ausführlicher Test folgt dann rechtzeitig zum Marktstart, der bei uns am 17. April über die Bühne gehen soll.
Fotos von der Galaxy S6 (Edge) Präsentation
1 / 23
Software und Fingerabdruck-Scanner
Als Betriebssystem ist Android 5.0 Lollipop vorinstalliert. Darüber legt Samsung seine eigene Benutzeroberfläche "TouchWiz", die stark überarbeitet wurde und deshalb schlichter wirkt. Die Bedienung geht flüssig von der Hand. Ein echter Pluspunkt ist der neue Schnellzugriff auf die meistgenutzten Kontakte. Gleiches gilt für den "SmartManager", der eine Übersicht über aktuell genutzten Speicher, Stromverbrauch und Sicherheitseinstellungen gibt. Zudem verspricht Samsung ein hohes Maß an Sicherheit. Wie beim S5 gibt es wieder einen Fingerabdruckscanner über dem Home-Button. Dieser soll aber verbessert worden sein. Bei ersten Versuchen klappte das auch schon ganz gut.
>>>Nachlesen: Galaxy S6 & S6 Edge - alle Infos
Kamera
Samsung stattet die Galaxy S6-Modelle mit einer 16 MP-Hauptkamera auf der Rückseite aus. Ein LED-Blitz und ein optischer Bildstabilisator sind ebenfalls mit dabei. Die f1.9-Blende lässt nun mehr Licht zum Sensor durch. So sollen auch in dunklen Räumen tolle Fotos und Videos gelingen. Der Autofocus funktioniert wieder so schnell wie beim Vorgänger. Auf den ersten Blick wirken die Aufnahmen durchaus gelungen. Über zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten lässt sich die Qualität weiter erhöhen. Zudem verfügt die neue Kamera-App über interessante Bearbeitungsmöglichkeiten. Ein Highlight ist auch der selektive Fokus, der es erlaubt (ähnlich wie bei der Lytro-Kamera) im Nachhinein zu bestimmen, ob ein Objekt im Vordergrund, der Hintergrund oder das gesamte Bild scharf angezeigt werden soll. Neu ist auch der Schnellstart. Mit einem Doppelklick startet die Kamer in 0,7 Sekunden aus dem Standby-Modus. Vorne gibt es eine 5-MP-Kamera, die über die identische Blende verfügt und so ebenfalls stets gute Selfies ermöglichen soll.
Performance und Ausstattung
Bei der Rechenleistung sind die neuen Flaggschiffe ebenfalls bestens gerüstet. Als Prozessor kommt ein superschneller Achtkern-Chip (Quad 2,1 GHz + Quad 1,5 GHz) zum Einsatz, dem 3 GB RAM zur Seite stehen. Beim Hands-on-Test konnte das Duo überzeugen. Apps öffnen blitzschnell, Multitasking funktioniert auch mit mehreren Anwendungen problemlos und auch anspruchsvolle Spiele laufen ohne zu ruckeln. In der Testebene stand aber nur WLAN zur Verfügung. In der Realität hängt die Schnelligkeit aber auch weiterhin vom verfügbaren Netz ab. Ansonsten gibt es an der Ausstattung nichts auszusetzen. Alle wichtigen Features wie der derzeit schnellste LTE-Standard (Cat. 6), WLAN 802.11 a/b/g/n/ac mit HT80 MIMO (2x2), Bluetooth 4.1 samt A2DP, NFC, A-GPS, USB-2.0-Anschluss und Infrarot-Schnittstelle sind mit dabei.
>>>Nachlesen: Galaxy S6 (Edge) bei uns bereits bestellbar
Akku
Wie lange der Akku tatsächlich durchhält, konnten wir im Kurztest natürlich noch nicht erörtern. Obwohl die Akkukapazität gegenüber dem S5 etwas geschrumpft ist [2.550 bzw. 2.600 (Edge) statt 2.800 mAh], soll das S6 laut Samsung aber länger durchhalten. Darüber hinaus ist eine Schnellladefunktion integriert. Diese sorgt dafür, dass nach nur 10 Minuten an der Steckdose wieder genügend Energie für 4 Stunden Gesprächszeit verfügbar ist. Kabelloses Laden wird ebenfalls unterstützt. Leider ist der Akku nicht mehr austauchbar sondern - wie beim iPhone 6 - fix verbaut.
Fazit
Samsung hat mit seinen Galaxy S6 Modellen einmal mehr ziemlich beeindruckende Smartphones vorgestellt, die auf den ersten Blick viel Licht und kaum Schatten bieten. Erstmals können sie auch beim Look and Feel mit dem iPhone mithalten. Der Wechsel auf ein Alugehäuse war wohl der richtige Schritt, auch wenn er einige Nachteile wie den fix verbauten Akku und den nicht erweiterbaren Speicher mit sich bringt. Im Gegensatz zum Galaxy S5 verfügen die neuen Modelle über keinen Pulsmesser mehr und sind auch nicht wasserfest. Ansonsten ist die Performance aber ausgesprochen ambitioniert. Beim Galaxy S6 Edge gibt es zudem das Alleinstellungsmerkmal des aufwendigen Displays. Natürlich lässt sich Samsung sein Flaggschiff wieder gut bezahlen. Schließlich spielt es in der absoluten Top-Liga mit und will vor allem dem iPhone 6 Käufer abjagen.
Verfügbarkeit und Preis
Die beiden Galaxy S6-Modelle werden in einigen Ländern ab 10. April in fünf verschiedenen Farben erhältlich sein - in folgenden Speicherversionen 32, 64 und 128 GB. In Österreich geht es eine Woche später (am 17. April) los. Die Preise sehen wie folgt aus. Galaxy S6 32 GB: 699 Euro; Galaxy S6 Edge 32 GB: 849 Euro. Für jede weitere Speicherstufe werden zusätzlich 100 Euro fällig.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden