6 Mio. Dollar für Hacker von US-Einrichtungen

Erfolgreiche Erpressungs-Attacke

6 Mio. Dollar für Hacker von US-Einrichtungen

Verschlüsselte Daten wurden nur gegen hohe Zahlung wieder freigegeben.

Die US-Justizbehörden haben Anklage gegen zwei Iraner erhoben, die öffentliche Einrichtungen in den USA mit schädlicher Software infiziert und dann erpresst haben sollen. Den Beschuldigten werde vorgeworfen, aus dem Iran heraus Computersysteme gehackt und deren Daten verschlüsselt zu haben, sagte Vize-Justizminister Rod Rosenstein in Washington.
 

Bitcoin verlangt

Erst gegen Zahlung von Bitcoin seien die Daten wieder freigegeben worden. Das Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen zwei andere Iraner, die diese Bitcoin dann in iranische Rial umgetauscht haben sollen.
 
Das Finanzministerium teilte mit, durch die neuen Sanktionen werde der Druck auf den Iran erhöht. Anfang November war eine neue Runde an US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft getreten, die etwa auf die Ölexporte und den Bankensektor des Landes abzielen. Die USA werfen dem Iran unter anderem die Förderung von Terrorismus vor, die Unterstützung der radikal-islamischen Hamas, der Hisbollah, der Houthi-Rebellen im Jemen sowie der Assad-Regierung in Syrien.
 
 

Über 5 Millionen Euro

Rosenstein sagte, die beiden Hacker hätten seit Anfang 2016 mehr als 6 Millionen Dollar (5,3 Mio. Euro) erpresst und mehr als 30 Millionen Dollar Schaden verursacht. Die Angeklagten hätten sich bewusst auf öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser und Gemeinden konzentriert. "Sie wussten, dass das Abschalten dieser Computersysteme unschuldigen Opfern erheblichen Schaden zufügen könnte." Nach Angaben des Finanzministeriums sind mehr als 200 Einrichtungen und Firmen in den USA, aber auch in Großbritannien und Kanada betroffen gewesen.
 
Rosenstein sagte, die Angeklagten würden nun als flüchtig gelten. "Ihnen droht in vielen Staaten, in denen Rechtsstaatlichkeit gilt, die Festnahme und Auslieferung an die Vereinigten Staaten." Etwaiger Besitz in den USA der beiden anderen Iraner, die am Mittwoch mit Sanktionen belegt wurden, wird durch die Strafmaßnahmen eingefroren. Amerikanern sind Geschäfte mit ihnen untersagt.
 


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