Zu viele Internet-Pornos: Dorf dreht WLAN ab

Sorge um Moral

Zu viele Internet-Pornos: Dorf dreht WLAN ab

Ortsvorsteher wies Cafés & Co. an, günstige Verbindungen sofort einzustellen.

Aus Sorge um die Moral der Jugend hat ein indonesisches Dorf den drahtlosen Internetzugang eingeschränkt. Die Verwaltung der Ortschaft Curee Baroh wies rund ein halbes Dutzend Cafés an, ihre Angebote zur günstigen Nutzung von WLAN-Netzen sofort einzustellen.

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Minderjährige beim Pornoschauen erwischt

Die Lokalbetreiber hatten für fünf Stunden Internetnutzung umgerechnet gerade einmal 19 Cent verlangt. In der Folge wurden Minderjährige dabei erwischt, wie sie sich in den Internet-Cafés Pornowebsites ansahen, statt in die Koranschule zu gehen. "Früher haben Kinder nach den Abendgebeten den Koran zitiert, aber seit es WLAN gibt, hängen sie stattdessen in diesen Lokalen herum", begründete Ortsvorsteher Helmiadi Mukhtaruddin am Montag die Anordnung vom Freitag. "Sie schauen sich pornografische Bilder und andere Seiten an, die sehr schädlich für ihre Moral sind."

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Islamisches Recht 

Der 900-Einwohner-Ort Curee Baroh liegt in der Provinz Aceh. Sie ist die einzige Region in dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Erde, in dem das islamische Recht der Scharia angewendet wird. Die Provinz war in der Vergangenheit in die Schlagzeilen geraten, weil eine Reihe von aus islamischer Sicht rechtswidrigen Handlungen wie Glücksspiel, Alkoholkonsum und Homosexualität mit Peitschenhieben bestraft wurden.

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