Zahnputzverhalten

Igitt! Studie verrät, wie selten Österreicher ihre Zähne putzen

Eine aktuelle Studie von Oral-B in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Marketagent zeigt: Beim Thema Zahnpflege gibt es in Österreich noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Zweimal täglich, jeweils mindestens zwei Minuten – so lautet die klare Empfehlung von Zahnärzt:innen. Doch nur 55 % der Österreicher:innen halten sich daran. Das bedeutet: 45 % putzen entweder zu selten oder zu kurz. Besonders auffällig ist, dass 14 % sogar gelegentlich ganz auf das Zähneputzen vergessen – bei der Generation Z liegt dieser Wert mit 24 % deutlich höher. 

Auch beim Wechsel der Zahnbürste zeigt sich Nachlässigkeit: 42 % tauschen ihre Bürste oder den Bürstenkopf nicht regelmäßig aus, obwohl ein Wechsel alle zwei bis drei Monate empfohlen wird. 

Igitt! Studie verrät, wie selten Österreicher ihre Zähne putzen
© Getty Images

Gesundheit wichtiger als Ästhetik – mit Generationsunterschieden

Die Studie zeigt auch, was den Menschen bei der Zahnpflege wirklich wichtig ist. An erster Stelle stehen gesundheitliche Aspekte:

  • Schutz vor Karies (73 %)
  • Vorbeugung von Zahnfleischproblemen (63 %)

Erst danach folgen frischer Atem (57 %) und ein sauberes Mundgefühl (55 %). Weiße Zähne spielen insgesamt eine geringere Rolle (36 %) – allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Generationen: Während fast jede zweite Person der Gen Z großen Wert auf ein strahlend weißes Lächeln legt (47 %), sind es bei den Babyboomern nur 22 %.

Elektrisch oder manuell? Große Unterschiede im Putzverhalten

Obwohl elektrische Zahnbürsten als gründlicher gelten, nutzen sie weniger als die Hälfte der Befragten (48 %). Frauen greifen häufiger zur klassischen Handzahnbürste, während Männer etwas öfter elektrische Modelle verwenden.

Dabei zeigen Studien, dass elektrische Zahnbürsten – insbesondere moderne Technologien wie jene von Oral-B – Plaque effektiver entfernen und zur besseren Zahnfleischgesundheit beitragen können.

Regionale Unterschiede: Salzburg als Vorreiter

Ein besonders interessantes Ergebnis: Zahnpflege ist in Österreich auch eine Frage des Wohnorts. Die Salzburger:innen schneiden in vielen Bereichen überdurchschnittlich gut ab:

  • 66 % putzen mindestens zweimal täglich
  • 73 % wechseln regelmäßig die Zahnbürste
  • 68 % nutzen elektrische Zahnbürsten

Zudem nimmt mehr als die Hälfte regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch – deutlich mehr als im Österreichschnitt (34 %).

Igitt! Studie verrät, wie selten Österreicher ihre Zähne putzen
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Wissenslücken bei der Mundgesundheit

Zwar wissen 70 % der Befragten, dass Zahngesundheit Einfluss auf den gesamten Körper hat, doch gleichzeitig ist sich ein Drittel dieser Zusammenhänge nicht bewusst. Besonders groß ist die Wissenslücke bei jüngeren Menschen: Nur 58 % der Gen Z kennen den Zusammenhang zwischen Mund- und Allgemeingesundheit.

Auch regional zeigen sich Unterschiede: Während in Oberösterreich drei Viertel der Bevölkerung darüber Bescheid wissen, sind es in Wien nur 62 %.

Kinder: Zahnpflege oft unterschätzt

Besorgniserregend ist auch der Blick auf die Zahnpflege bei Kindern:

  • 20 % der Befragten halten sie für weniger wichtig
  • Nur etwas mehr als die Hälfte der Eltern kontrolliert regelmäßig das Zähneputzen
  • 37 % gehen nicht regelmäßig mit ihren Kindern zur Kontrolle

Hinzu kommt: Jedes fünfte Elternteil hat Schwierigkeiten, Kinder überhaupt zum Zähneputzen zu motivieren.

Expert:innen betonen jedoch, wie entscheidend frühe Gewohnheiten sind. Elektrische Zahnbürsten können hier spielerisch unterstützen und die Motivation steigern – etwa durch kindgerechte Designs oder Apps.

Fazit: Viel Luft nach oben

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Trotz grundsätzlichem Bewusstsein für Zahngesundheit hapert es in Österreich oft an der Umsetzung im Alltag. Vor allem bei jungen Menschen und in der Kinderzahnpflege besteht Handlungsbedarf.

Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen, der rechtzeitige Wechsel der Zahnbürste sowie mehr Aufklärung über die Bedeutung der Mundgesundheit könnten entscheidend dazu beitragen, langfristig nicht nur die Zahngesundheit, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

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