Seit sieben Jahren sind Kater Bob und James Bowen unzertrennlich.
Viele Menschen haben eine besondere Bindung zu ihrem Haustier. Im Fall von James und Bob ist diese jedoch einzigartig. Der Kater sitzt meist auf James Schultern und beobachtet von oben das Geschehen. Gemeinsam fühlen sich die beiden wohl. Schließlich haben sie schon einiges zusammen erlebt. Heute sind sie Weltstars und vor allem dem Kater Bob fliegen auf Youtube und Facebook die Herzen zu. Nicht immer jedoch verlief alles so rosig.
Retter in der Not
Als James Bowen am Tiefpunkt seines Lebens angelangt war, lief ihm Bob zu. James war drogensüchtig und verdiente sein Brot als Straßenmusikant als ihm der Kater zulief. Unbeirrt folgte ihm Bob sogar in den Bus und ließ sich nicht abschütteln. Nun musste James sich um den Kater kümmern und trug Verantwortung. Das half ihm wieder einen Sinn in seinem Leben zu finden und auch später einen harten Drogenentzug durchzustehen. Die beiden wurden zu unzertrennlichen Begleitern. Durch einen Zeitungsbericht erlangten sie schließlich Aufmerksamkeit und ihre Geschichte wurde 2012 im Buch "A Street Cat Named Bob" veröffentlicht. Nun wurde das Buch Grundlage für den gleichnamigen Film (auf dt. Bob, der Streuner). Der echte Bob spielte darin die Hauptrolle, James wurde von Luke Treadaway gespielt.
Inzwischen nutzt James Bowen seine Berühmtheit, um Obdachlose zu unterstützen. Auch ein Kaffee namens "Bob's World Cat Café" ist für 2017 in London geplant, welches streunenden Katzen ein Zuhause geben soll.
Die vier besten Gründe für Haustiere
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1. Körperliche Vorteile
Ein Haustier hält nicht nur fit, sondern trägt auch dazu bei, dass es unserem Körper gut geht. Mehrere Studien zeigten, dass Tiere dabei helfen können, Schmerzen erträglicher zu machen, die Atmung zu regulieren und die Laune zu verbessern. Haustiere haben einen beruhigenden Effekt auf den Menschen. Sie befreien uns von Anspannung, Ängsten oder Teilnahmslosigkeit.
Eine Studie im American Journal of Cardiology zeigte außerdem, dass Herzinfarktpatienten eine signifikant höhere Überlebensrate hatten, wenn sie tierische Unterstützung bekamen.
Eine tiergestützte Therapie findet oft bei Patienten mit Herzfehlern, Krebs oder Hormonstörungen Einsatz. Ein tierischer Begleiter verhilft außerdem zu einem wesentlich aktiveren Lebensstil.
2. Gut für die psychische Gesundheit
Haustiere sind die besten Begleiter bei psychischen Problemen. Sie helfen bei Depressionen, posttraumatischen Belastungen, Stress oder Angststörungen. Sogar bei bipolaren Störungen und Schizophrenie-Patienten können sie positive Effekte erzielen und dies komplett nebenwirkungsfrei. Besonders bei Kindern mit Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen hilft eine tiergestützte Therapie.
Bei Alzheimerpatienten helfen Tiere, kognitive Funktionen und die Emotionsregulation zu verbessern. Sie erzielen einen beruhigenden Effekt auf die betroffenen Personen und ermutigen sie, den Bezug zur Realität nicht zu verlieren.
Tatsächlich sind ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr vier Mal so oft davon betroffen an Depressionen und Einsamkeit zu leiden, wenn sie keine tierische Unterstützung erhalten.
3. Soziale Kompetenz
Wenn Kinder bereits mit Tieren aufwachsen, fällt es ihnen oftmals leichter, soziale Kontakte zu knüpfen. Bei „Problemkindern“ beugen Haustiere Isolation und antisoziales Verhalten vor. Ein Haustier kann in diesem Fall ein guter Freund sein und hilft dem Kind, Vertrauen aufzubauen. Tiere verbessern das Selbstbewusstsein und verstärken die Kommunikation mit anderen. Schließlich geben sie auch Anlass, sich mit Nachbarn oder anderen Tierfreunden auszutauschen.
4. Langlebigkeit
Haustiere zeigen eine Art von Mitgefühl. Studien haben gezeigt, dass dieses Mitgefühl einen lebensverlängernden Effekt auf Tierbesitzer hat. Ein von Mitgefühl geprägter Lebensstil verhindert außerdem Stress und damit Entzündungen im Körper, welche dafür mitverantwortlich sind Krebs auszulösen. Haustiere erhöhen soziale Aktivitäten und diese haben außerdem positiven Effekt auf die Lebenserwartung. Dabei können Hunde und Katzen ebenso gute Effekte erzielen, wie zum Beispiel weniger pflegeintensive Haustiere wie Fische.
Das verrät Ihr Haustier über Sie