Dieter Bohlen (72) sorgt für heftigen Wirbel im Baltikum. Nur einen Tag nach der Ankündigung seiner Konzerte in Litauen wurden die Shows in Vilnius und Kaunas bereits wieder abgesagt. Der Grund: Massive Kritik an seinen Aussagen zum wirtschaftlichen Verhältnis zwischen Deutschland und Russland.
Die Nachricht vom Konzert-Aus verbreitete sich wie ein Lauffeuer, nachdem der litauische Rundfunksender LRT über die Entscheidung berichtet hatte. Von Dieter Bohlen selbst gibt es zu dem Vorfall bisher noch keine offizielle Stellungnahme.
Im Zentrum der Aufregung steht ein Interview aus dem November 2025. In einem YouTube-Gespräch bezeichnete Bohlen das frühere wirtschaftliche Verhältnis zwischen Deutschland und Russland als "Dream-Team". Er verglich die Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Musikprojekt Modern Talking und merkte an, dass man diese Verbindung aus moralischen Gründen aufgegeben habe. Diese Sätze lösten nun, Monate später, einen massiven Shitstorm in den sozialen Medien aus.
Klare Absage der Veranstalter
Vor allem Aktivisten und Menschenrechtler übten scharfe Kritik an den geplanten Auftritten in Vilnius und Kaunas. Die Verantwortlichen der Žalgiris Arena in Kaunas reagierten prompt auf den öffentlichen Druck. Mantas Vedrickas, Leiter der Veranstaltungsorganisation, bestätigte gegenüber LRT, dass man sich mit den Organisatoren gegen die Durchführung der Shows entschieden habe. Solche Veranstaltungen sollten nach Ansicht der Arena-Leitung dort keinen Platz finden.