Holender scheitert

Haider bleibt Mr. Opernball

haider_prader_503_57816a
© Prader

Bühne frei für den letzten Akt im Moderatoren-Kampf um den Opernball. Fix ist: Alfons Haider darf bleiben.

OE24 auf Google bevorzugen

Schon seit Tagen brodelt der Kampf um die Mikrofon-Hoheit am spiegelglatten Society-Parkett der Staatsoper. Am Montag soll bei einem Gipfeltreffen zwischen Opernball-Direktor Ioan Holender (73) und Vertretern des ORF offiziell die Frage der Fragen geklärt werden: Wird Everybody's Darling Alfons Haider (51) den Ball weiter moderieren? Oder setzt sich Holender mit seinem Wunsch nach dem frechen ATV-Mann Dominic Heinzl durch?

ÖSTERREICH erfuhr bereits gestern aus mehreren Quellen: Es ist eine Entscheidung gefallen – zugunsten Alfons Haiders.

Haider bleibt
Haider bestätigt im ÖSTERREICH-Interview: „Ja, ich werde weiter moderieren“. Auch ORF-Sprecher Pius Strobl sagt: „Es wird keinen Wechsel bei den Moderatoren geben.“

Und was ist mit Mr. Opernball, Ioan Holender? Er hatte ja mit viel Getöse Haiders Ablöse gefordert – und High-Society-Mann Dominic Heinzl als Wunschkandidaten genannt. Ihm kam gegenüber ÖSTERREICH plötzlich nur noch ein „Das interessiert mich doch alles gar nicht“ über die Lippen.

ORF mit Heinzl-Konzept?
Und das, obwohl sich der Opernchef bestätigt fühlen darf. Denn Alfons Haider wird zwar den Ball weiter moderieren, das Konzept Heinzls dürfte aber beim ORF gut angekommen sein:

Angeblich sollen einige von Heinzls Ideen für den Ball übernommen werden. Zum Beispiel sollen kleine mobile Kamerateams wie in einer Konferenzschaltung vom Ball berichten. ÖSTERREICH erreichte Heinzl beim Urlaub in Dubai und konfrontierte ihn mit den Neuigkeiten aus Wien. Heinzl: „Ich habe das Ganze als Spaß verstanden. Aber dass der Alfons Haider keinen Spaß versteht, das sieht man ja an seinen Kabarett-Programmen“. In Richtung ORF ätzt er: „Ich hätte auch noch viele Ideen für andere Programme!“

„PR-Gag“
War also alles tatsächlich nur „Spaß“, eine „Inszenierung“? Der von Holender gefeuerte Tanz-Guru Thomas Schäfer-Elmayer glaubt jedenfalls an einen PR-Gag: „Jetzt wird früh wie nie über den Ball geredet.“ Gut möglich. Schon am 4. Dezember hatte Holender in einem Interview den Kampf gegen Haider eröffnet.

Einen Tag später legte er ausgerechnet im Gespräch mit seinem Wunschkandidaten Heinzl nach: „Der Haider ist ja noch fader als das übrige ORF-Programm.“ Der Angegriffene konterte: „Holender sucht sich doch jedes Jahr irgendein Opfer – diesmal bin es halt ich.“

Heftige Androsch-Kritik
Ähnlich sieht das der Großindustrielle Hannes Androsch. Er sorgte mit seinen Aussagen im gestrigen ÖSTERREICH für gehörigen Wirbel. Androsch zu Holenders Ball: „Dieser Staatsakt ist zur nicht mehr akzeptablen Selbstdarstellungsbühne des Direktors verkommen, der genau die von ihm angeprangerte Verlugnerung des Balls verkörpert!“

Weichselbraun als Favoritin
Die Entscheidung, wer den weiblichen Moderationspart beim kommenden Opernball übernimmt, ist noch immer nicht fix. Während in den vergangenen Jahren die Entscheidung bereits vor Weihnachten fiel, lassen sich die ORF-Verantwortlichen heuer Zeit und wollen sich erst zu Beginn 2009 festlegen. Problem: Ö3-Lady Claudia Stöckl katapultierte sich im vergangenen Jahr bei ihrem Opernball-Debüt offenbar durch ein misslungenes Interview zu später Stunde ins Out. Und somit ist Mirjam Weichselbraun, die schon bei Dancing Stars mit Alfons Haider im Duo brillierte Favoritin. Weichselbraun traut sich die Moderation zu und hätte auch Zeit, die ORF-Verantwortlichen zögern allerdings noch, ob die 27-jährige Weichselbraun für ihr Debut am Ball-Parkett nicht noch zu jung ist. Eine mögliche Alternative: Dancing-Star Elisabeth Engstler.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden