"clownin"

Frauen mit Humor beim Clownfestival

Clownin
© Alex Hinchcliff
Clownfrauen aus 16 Ländern treten Im KosmosTheater in Wien auf.
OE24 auf Google bevorzugen

Weibliche Perspektiven des Humors bringt das internationale Clownfrauenfestival "clownin" ein, das zum vierten Mal in Wien veranstaltet wird: Im KosmosTheater treten ab 30. November an neun Festivaltagen Clownfrauen aus 16 Ländern auf, darunter Stacey Sacks aus Simbabwe, Katja Lindeberg (Norwegen), Nola Rae (England), Laura Herts (Frankreich/USA) und Gardi Hutter (Schweiz).

Weibliche Clownerie
Das mittlerweile weltgrößte Festival für Clownfrauen wird von Pamela Schartner, Gaby Pflügl und Barbara Klein im Zweijahresabstand und in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Partnerfestivals "Festival Esse Monte de mulher Palhaca" in Rio de Janeiro und "PalhacAria" in Recife organisiert. Vor zwei Jahren konnten knapp 2.100 Besucher und 99 Prozent Auslastung verzeichnet werden. Ziel des Festivals ist es laut Aussendung der Veranstalterinnen, das "großteils unbekannte Potenzial an weiblicher Clownerie sichtbar und erlebbar zu machen." Frauen fungierten demnach eher als Spaßobjekte männlich bestimmten Lachens und hatten das Komische selbst nicht zu definieren.

Das traditionelle Opening-Spektakel wird von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) eröffnet. Heiteres, Politisches und Existenzielles in Ur- und Erstaufführungen steht dann bis 8. Dezember auf dem Programm. So thematisiert das spanische Stück "Carton" von Te a tres die Ausbeutung in der Arbeitswelt, die brasilianische Gruppe As Levianas erheitert mit einer Musik-Castingshow, Tanja Simma (Österreich) bietet sich als Einspringerin für Musikaufführungen aller Art an, und das Tiroler Trio "Tris" zeigt auf, wer denn nun "die Besten aus dem Westen" sind. Die Beiträge laufen größtenteils ohne Worte oder in deutscher bzw. englischer Sprache ab.

Workshop
Zudem hält Lila Monti (Argentinien) einen zweitägigen Workshop "Introduction to Clown", die Teilnahme ist ohne Vorkenntnisse möglich. Monti ist auch beim "clownin"-Nachspiel (9. bis 15. Dezember) mit "Povnia!", gehalten in der Kunstsprache Grammelot, vertreten, ebenso wie Gardi Hutter ("Die Schneiderin") und Nola Rae ("Exit Napoleon!") . Eine Podiumsdiskussion ("Wenn der Vorhang fällt") widmet sich der Nachhaltigkeit in der Clown- und Festivalarbeit. Die Closing Party am 8. Dezember lädt nach der letzten Vorstellung bei freiem Eintritt und DJ-Line zum Feiern und Tanzen mit den Clownfrauen.

Alle Infos
www.clownin.at

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


1 / 223

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden