Salzburger Festspiele

Bartoli brilliert als Aschenbrödel

Bartoli brilliert als Aschenbrödel
© Salzburger Festspiele / Silvia Lelli
Das Pfingst-Highlight wurde von den Sommerfestspielen übernommen.
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Cecilia Bartoli feierte bei den Salzburger Festspielen als Cenerentola Premiere – sie war schon zu Pfingsten vom Publikum im Haus für Mozart mit Standing Ovations gefeiert worden. In Rossinis buffonesker Märchenoper brilliert sie mit ihrem warmen Mezzo-Solitär, der mit unglaublicher Gelenkigkeit in irrsinnigem Tempo über dreieinhalb Oktaven sprudelt, ihrer effektvollen Erscheinung, ihrem sprühenden Temperament und ihrer tollen schauspielerischen Begabung in der koloraturgespickten Titelpartie des Aschenbrödels Angelina, das als Putzfrau arbeiten muss, von den bösen Stiefschwestern gequält wird und am Ende den Prinzen Don Ramiro (strahlend: Javier Camarena) bekommt.

Akrobatisch. Als Höhepunkt des Abends singt La Bartoli das berühmt-berüchtigte Schlussrondo Nacqui all’affanno ... Non piu mesta mit den halsbrecherisch-akrobatischen Kaskaden ohne die geringste Anstrengung mit stupender Virtuosität und strahlender Verve.

Cafeteria. Originalklang-Guru Jean-Christophe Spinosi musiziert mit seinem Ensemble Rossinis rasante, spritzige Partitur auf historischen Instrumenten exakt und ruppig, fernab von spätromantischer Klangfülle. Der venezianische Regisseur Damiano Michieletto siedelte das Märchen in der Gegenwart in einer heruntergekommenen Cafeteria an, die sich blitzschnell in eine schicke Designerbar im Traumschloss des Prinzen verwandelt. Hinreißend!

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