Musikverein feierte 200 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde mit Konzertreigen.
Ein „Monsterkonzert“ mit mehreren Dirigenten, 280 Sängern und 299 Musikern fand am 29. November 1812 um 12 Uhr Mittag vor 5.000 Zuhörern in der Winterreitschule statt. Auf dem Programm stand Händels Kantate Timotheus oder die Gewalt der Musik. Mit diesem spektakulären Event wurde vor 200 Jahren die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gegründet.
Zum Jubiläum musizierte Nikolaus Harnoncourt in der größten Besetzung, 100 Choristen und einem erlesenen Solistentrio – Roberta Invernizzi, Werner Güra und Gerald Finley – im Goldenen Musikvereinssaal zwei Festkonzerte mit diesem Programm; ein riesiger Streicher- und Bläser-Apparat, darunter 35 Geigen, acht Celli, sechs Querflöten und fünf Fagotte, beherrschten das Podium. Unter den Musikern befanden sich Stars wie Reinhard Goebel und Sergio Azzolini.
Jubel
Den Chor „Brich die Bande seines Schlummers“, mit dem der vom Liebesspiel mit Thais ermüdete Alexander der Große (Gerald Finley) aufgeweckt werden sollte, stellte das von Harnoncourt dirigierte Publikum. Lachen, Applaus, Jubel, Standing Ovations.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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