Samuel Koch: Schwerer Unfall bei "Wetten, dass...?"

"Wetten, dass...?"-Kandidat

Vater: "Samuel geht's beschissen"

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Jede Bewegung ist für den verunglückten Samuel Koch ein "Kraftakt".

Die Genesung des verunglückten "Wetten, dass...?"-Kandidaten Samuel Koch macht nach Angaben seines Vaters Christoph kaum Fortschritte. "Samuel geht es richtig beschissen", sagte er am Freitagabend bei einer Veranstaltung in Nürnberg. Was für gesunde Menschen eine Kleinigkeit sei, etwa ein kurzes Räuspern, sei für seinen Sohn Samuel ein Kraftakt von fünf Minuten, bei dem er die Hilfe mehrerer Pfleger brauche, schildert Koch die Verfassung seines Sohne vor mehr als 1.000 Teilnehmern eines Kongresses christlicher Führungskräfte. Samuels Vater ist stark religiös.

Unfall mitten in Aufbruchsphase
Nach Angaben des Vaters traf das schwere Unglück Samuel in einer Lebensphase, in der er meinte, seinen Weg gefunden zu haben. Nach bestandener Prüfung bei einer Schauspielschule habe Samuel ihm offenbart: "Jetzt bin ich angekommen", schilderte Koch. Samuel habe nur noch die "Wetten, dass...?"-Wette absolvieren und sich dann voll auf seinen künftigen Beruf konzentrieren wollen.

Mutter gab Beruf auf - pflegt Samuel
In seinem und dem Leben seiner Familie sei nach dem Unglück nichts mehr wie es einmal war, sagte der Vater. Samuels Mutter habe inzwischen ihren Beruf als OP-Krankenschwester aufgegeben und widme sich ganz der Pflege ihres Sohnes. "Samuel braucht ständig jemand bei ihm". Er selbst gehe zwar weiter seinem Beruf nach. "Eine Zeit lang habe ich aber wie in Trance gelebt", berichtet Christoph Koch, der bei Unglück das Auto gefahren hatte, das Samuel überspringen wollte. Anfänglich habe er sich auch Vorwürfe wegen der Wette gemacht. Inzwischen habe er diese Phase überwunden, "weil so Unfälle eben passieren können", sagt Christoph Koch.

Samuel Koch war bei der Sendung am 4. Dezember 2010 beim Versuch, mit Sprungstelzen über fahrende Autos zu springen, schwer gestürzt. Er musste mehrmals operiert werden, leidet an Lähmungserscheinungen und wird weiter in einer Schweizer Spezialklinik behandelt.

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