Raimunds Zaubermärchen „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ im Burgtheater.
Mit Ferdinand Raimunds Zauberspiel Der Alpenkönig und der Menschenfeind, das am Samstag Premiere in der Burg feiert, eröffnet das Nationaltheater seinen Österreich-Schwerpunkt. Regisseur Michael Schachermaier bezeichnet Raimunds erfolgreichstes Bühnenwerk, in dem sich der hypochondrische Dichter des Wiener Biedermeiers in der Figur des Menschenfeindes Rappelkopf selbst porträtierte, als „tragisches, komisches und musiktheatralisches Gesamtkunstwerk“.
Underdog
Die von Wenzel Müller geschriebenen Couplets wurden für die Burgtheater-Produktion von der Grazer Popmusikerin Eva Jantschitsch alias Gustav neu komponiert und getextet. In den Titelrollen sind zwei glorreiche Wiener Publikumslieblinge zu erleben: Cornelius Obonya, zuletzt bei den Salzburger Festspielen als Molières reicher Bürger in der Ariadne auf Naxos bejubelt, verkörpert den Rappelkopf, jene Rolle, die Raimund selbst bei der Uraufführung 1828 gespielt hatte; als Geisterchef Astragalus ist der in 360 zu Hollywood-Ruhm gelangte „Underdog-Spezialist“ Johannes Krisch zu bestaunen.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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