Abschluss bei Nova Rock
Chili Peppers boten "bassige" Würze
Soll es bis zum Ende wirklich würzig sein? Dann obliegt diese Aufgabe den Red Hot Chili Peppers. Die kalifornische Funkrock-Gruppe, deren neues Album "The Getaway" kommende Woche erscheint, gab Sonntagabend beim "Nova Rock" in Nickelsdorf den finalen Headliner und entließ tausende Fans in die Nacht. Neues und Altes wurde gemischt, was die Menge - trotz einiger Schwächen - feierte.
Große Hits fehlten nicht
Als die Gruppe um Sänger Anthony Kiedis auf der Bühne stand, hatte der Wettergott bereits wieder ein Erbarmen mit den Fans. Nachdem den Nachmittag über ein paar Regenschauer das Gelände überzogen hatten, gab es zu "Can't Stop" oder "Californication" abendliche Kühle, die das Quartett aber schnell vergessen machte. Die Produktion - mit mehreren stilvoll ins Bühnenbild integrierten Videowänden - war dem "Oberheadliner" des Festivals würdig, der Sound passte, die Spielfreude, die man ihnen manches Mal abspricht, war auch vorhanden. Kiedis tänzelte in schwarzen Leggings mit kurzer Hose darüber und erfreute das Publikum vor allem mit den Hits wie "Scar Tissue" und "Dani California".
Nicht ganz perfekt
Schlampereien, Textschwächen und Ungenauigkeiten hinterließen allerdings bereits recht früh einen bitteren Nachgeschmack, dafür bekam man einen extrem fetten Funksound von Bassist Flea serviert. Die Setlist bot neue Songs, wobei "We Turn Red" mit eigenwilliger Struktur nicht wirklich zünden konnte, "Dark Necessities" dagegen nahtlos zu den Klassikern passte. Die Chili Peppers sind zwar nach wie vor eine Bank in Sachen eingängige Songs, allerdings blieb die Gruppe mit dieser Darbietung letztlich einige Erwartungen schuldig.
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