Vatikan-Moment

Vom Rap-Battle zum Papst: Wiener Crew präsentiert „Rap-Rosenkranz“ in Rom

Eine ungewöhnliche Begegnung im Vatikan sorgt für Aufmerksamkeit: Die Wiener Gruppe Freeman Vienna hat bei einer Generalaudienz ihr Projekt „Rap-Rosenkranz“ vorgestellt und damit einen außergewöhnlichen Weg von der Rap-Bühne bis zum Papst hingelegt. 

Am 29. April traf die Gruppe Papst Leo XIV. persönlich und überreichte ihm ein Bild sowie eine begleitende Broschüre zu ihrem Projekt. Für die Künstler markiert dieser Moment einen wichtigen Meilenstein ihrer Entwicklung.

Vom Zufall zum Wendepunkt

Der Ursprung der Geschichte liegt in der Wiener Rap-Szene. Beim internationalen Rap-Battle 2019 in der Simm City passierte Frontmann Freeman ein prägender Moment: Während seines Auftritts riss plötzlich sein Rosenkranz. Was zunächst wie ein Zufall wirkte, entwickelte sich für ihn zu einem Wendepunkt. Den anschließenden Erfolg schrieb er bewusst seinem Glauben zu. In den darauffolgenden Jahren veränderte sich seine künstlerische Ausrichtung zunehmend. Die Auseinandersetzung mit Glauben, Sinnfragen und persönlicher Entwicklung rückte stärker in den Mittelpunkt.

Freeman Vienna
© Freeman Vienna

Glaube trifft moderne Musik

Freeman Vienna ist eine Wiener Gruppe, die sogenannten Free-Urban-Pop produziert. Hinter dem Projekt steht ein Team aus Produzent, Sänger und Rapper, Videoproduzent, Grafiker sowie einem Community Lead. Frontmann Freeman setzt dabei gezielt auf werteorientierte Inhalte und versucht, eine Verbindung zwischen Kunst, Glauben und moderner Lebensrealität herzustellen.

Aus dieser Entwicklung entstand schließlich der „Rap-Rosenkranz“. Das Projekt übersetzt das traditionelle Rosenkranzgebet in eine zeitgemäße musikalische Form und richtet sich vor allem an ein jüngeres Publikum. Im Zentrum steht die Idee, Konflikte nicht durch Konfrontation, sondern durch Liebe und friedliche Ansätze zu lösen.

Idee aus Fatima

Die Grundlage für das Projekt entstand während eines Aufenthalts im Wallfahrtsort Fatima. In weiterer Folge wurde die Idee gemeinsam mit Partnern aus dem kirchlichen Umfeld umgesetzt. Unterstützung erhielt die Gruppe unter anderem von Erzbischof Franz Lackner, Bischof  Stephan Turnovszky sowie Bischof Hermann Glettler, der die Künstler auch nach Rom begleitete.

Freeman Vienna
© Freeman Vienna

Auftritt mit wachsender Reichweite

Neben Auftritten in Fernsehen und Radio zählt die Präsentation im Vatikan zu den bislang bedeutendsten Momenten der Gruppe. Die Begegnung mit dem Papst wird dabei als besonderer Schritt in ihrer Entwicklung gesehen. Freeman Vienna verfolgt weiterhin das Ziel, neue Wege zwischen Musik, Spiritualität und Gegenwart zu gehen und diese Botschaft einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

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