Zum Gedenktag von Rupert von Salzburg, am 27. März, gibt es laut alter Bauernregel eine erste Sommerprognose.
Am heutigen 27. März ist der römisch-katholische Gedenktag des ersten Salzburger Bischofs Rupert von Salzburg. Der Heilige hat vor allem in Österreich über Jahrhunderte mehrere Bauernregeln gepärgt. Sein Gedenktag soll demnach eine erste Sommerprognose bieten.
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„Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er’s auch im Juli sein“, heißt es in der Bauernregel. Angesichts der niedrigen Temperaturen und dem aktuellen Winter-Comeback eine düstere Prognose für den Juli. Dabei wurde erst vor wenigen Tagen von Meteorologen das "El-Nino-Phänomen" prognostiziert, das den heißesten Sommer seit langem vorhersagt.
Aus meteorologischer Sicht sollte man immer skeptisch sein, wenn ein einzelner Tag über das Wetter in der fernen Zukunft entscheiden soll. Zuverlässige Vorhersagen sind im Normalfall nur für etwas mehr als eine Woche möglich. Der Rupertstag wagt Ende März eine Prognose für den Juli – ein Blick vier Monate in die Zukunft, der wissenschaftlich kaum haltbar ist.
Siebenschläfertag als Ausnahme
Bauernregeln mit einer wirklich hohen Trefferquote sind rar. Das bekannteste und verlässlichste Beispiel ist der Siebenschläfertag am 27. Juni. Hier spielen stabilisierende Jetstream-Winde eine zentrale Rolle, weshalb die Regel für den Juli oft zutrifft. Der heutige 27. März hat hingegen keine vergleichbare Grundlage.
Viele dieser alten Bauernregeln treffen daher nur durch Zufall ein. Zudem sind sie oft so vage formuliert, dass sie schnell bestätigt werden können. Dass der Himmel im Juli "rein" beziehungsweise sonnig sein wird, ist im österreichischen Sommer schließlich alles andere als ungewöhnlich.