Ungarn

Top-Winzer stirbt bei Fallschirmsprung

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Schirme öffneten sich nicht vollständig: 35-Jähriger stürzte etwa 300 Meter tief.

Er war einer der besten Winzer Österreichs, hochdekoriert für seine Rot- und Süßweine: Gerald Leberl, 36, aus Großhöflein im Burgenland.

Doch der Weinmacher – 1997 hatte er als erst 21-Jähriger den Betrieb von seinem Vater Josef übernommen – hatte noch eine zweite große Leidenschaft: das Basejumpen von Felswänden oder Gebäuden und das Fallschirmspringen. Der begeisterte Risiko-Sportler war für seinen Wagemut bekannt.

Video: Atemberaubender Sprung von Gerald Leberl in Lauterbrunnen (Schweiz) vor 2 Jahren:


Ein Hobby, das an diesem Wochenende zur tödlichen Tragödie wurde. Der überzeugte Single nahm Samstagnachmittag an einem Sprung beim Meidl Airport, einem Flugplatz bei Fertöszentmiklos, an der burgenländisch-ungarischen Grenze teil.

36-Jähriger stürzte nahezu ungebremst zu Boden
In einer Höhe von 1.200 Metern soll Gerald Leberl versucht haben, zuerst den Hauptschirm zu ziehen, der allerdings nicht aufging. Leberl konnte den Notschirm nur mehr zu spät, in 300 Metern Höhe, ziehen – der zweite Schirm ging nur mehr teilweise auf. Der Burgenländer stürzte nahezu ungebremst zu Boden und starb noch vor Eintreffen der Rettung. Die ungarischen Behörden sollen die Ausrüstung beschlagnahmt haben, um herauszufinden, ob ein technischer Defekt vorlag, der Fallschirm nicht richtig gepackt war oder ob gar ein Verbrechen vorliegt. Die Hinterbliebenen in Österreich wurden laut Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal von einem Springerkollegen über das tragische Unglück informiert.

Kenner: Opfer schrieb Weinbaugeschichte
In der österreichischen Weinszene sorgte die Todesnachricht am Montag für große Bestürzung. Laut Gourmet-Zeitschrift falstaff hat der 36-jährige „stille Star“ vor allem mit seiner grandiosen Rotwein-Cuvée „Peccatum“ für Aufsehen und Preise gesorgt und für Kenner sogar Weinbau-Geschichte geschrieben. Nicht nur das Burgenland trauert um einen Großen.

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