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Chronik

Die Kriminalität steigt wieder an

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Immer häufiger sind Oberösterreich, Salzburg und Tirol betroffen.

133.682 – so viele Straftaten wurden allein von Jänner bis März in Österreich verübt. Das sind 1.485 Fälle pro Tag, 61 in nur einer Stunde. Zwar ist das ein Rückgang im Vergleich zum letzten Quartal 2010, im Vergleich zum ersten Quartal 2010 allerdings ein Anstieg um vier Prozent.

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Weniger Anzeigen in Wien, in Niederösterreich plus 15 %

Die größte Zunahme bei den Straftaten gab es im Burgenland (+22,7 %), gefolgt von Salzburg (+17,8 %) und Niederösterreich (+15,7 %). Einzig in Wien (–2,9 %), Kärnten (–2,4 %) und Vorarlberg (–0,3 %) gab es leichte Rückgänge bei den Anzeigen (siehe unten).

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Die wichtigsten Deliktgruppen im Detail:
  • Einbrüche: Von Jänner bis März stiegen Kriminelle 4.513-mal in Wohnungen und Häuser ein. Das sind um 1.500 Einbrüche mehr als im Vorjahr (1. Quartal). Kriminalisten fanden heraus: Lag der Schwerpunkt bei den Einbrüchen früher im Osten, schlagen die Täter nun vermehrt in Oberösterreich, Salzburg und Tirol zu. 86,5 Prozent aller Wohnungseinbrüche werden dabei von Fremden verübt, in 22,3 % aller Fälle stammen sie aus Serbien, gefolgt von Ungarn (18,2 %) und Rumänien (14,9 %).
  • Kfz-Diebstähle: 1.135 Autos wurden heuer in Österreich schon gestohlen und damit um 230 mehr als im Vorjahr. Relativ neu: „Es gibt einen Anstieg von litauischen Tätern, die sich auf hochpreisige Autos spezialisiert haben und auf der Flucht auch mal Straßensperren durchbrechen“, erklärt Franz Lang, Leiter des Bundeskriminalamts.
  • Handy-Raub: Besonders von Jugendlichen werden immer mehr Handys gestohlen. Im ersten Quartal 2010 waren es 90 Fälle, heuer schon 155. „Die iPhones haben da eine massive Nachfrage ausgelöst“, sagt Ermittler Ernst Geiger.
  • Buntmetall-Raub: Ein relativ neues Phänomen ist der Diebstahl von Buntmetall. Selbst Leitplanken oder Friedhofsvasen wurden schon im großen Stil geklaut und danach nach Ungarn gebracht.
  • Kriminalist Lang will aber von einem Anstieg nichts wissen: „2010 wurde unsere Statistik umgestellt, insgesamt zeigt der Trend nach unten.“
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