Traurig

Mädl bleibt von ihrer Mutter getrennt

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Richterin entschied, dass Mädchen weiter seine Mutter nicht sehen kann, weil es den Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch einen Mann gibt.

Kein Happyend
Kein Ende im Drama um jenes kleine Mädchen, das, wie berichtet, seit Monaten von seiner Familie getrennt im Villacher Krankenhaus eingesperrt ist. Mutter und Kind bleiben getrennt.

Sexuelle Belästigung
Jener Villacher Mutter, der ihre acht Jahre alte Tochter im Jänner vom Jugendamt abgenommen wurde, darf ihre Tochter weiterhin nicht sehen. „Eine Vergewaltigung des Kindes ist auszuschließen“ so der Anwalt der Mutter, Dr. Hans Gradischnig. Trotzdem hat die Familienrichterin Dr. Sabine Winding am Mittwoch entschieden, dass das Kind dringend eine Therapie benötigt. „Dass das Mädchen sexuell belästigt worden ist, kann nicht ausgeschlossen werden“, so der Anwalt. Fest steht: Das Mädchen wird nun wenigstens aus dem Krankenhaus entlassen und vorerst in ein SOS Kinderdorf bei Graz überstellt.

Gericht
Am Mittwoch um 11 Uhr traf man einander im Bezirksgericht in Villach: Vertreter des Jugendamtes, Ärzte des Krankenhauses, die Mutter und deren Anwalt berieten mit der Familienrichterin die Lage. Mutter und Kind, die aus einem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zugewandert sind, ist Villach zum Schicksal geworden. Die Ehe wurde geschieden, die kleine Tochter landete nun im Krankenhaus.

„Irgendetwas muss in der Vergangenheit vorgefallen sein, aber weder Psychologen noch Ärzte wissen, was die schwere Traumatisierung des Kindes hervorgerufen hat. Es verfügt über einen Wortschatz, den es möglicherweise über Beobachtungen sexueller Dinge bekommen hat.

Kleine schweigt
Das Kind selbst schweigt. Aber was, wann, wie und wo, das wollen die Psychologen abklären und das wird noch dauern, denn die Kleine schweigt sich beharrlich über Details aus, lehnt aber die Nähe von Männern strikte ab“, so Gradischnig. „Wir wollen“, so Familienrichterin Dr. Sabine Winding, „gemeinsam mit Jugendamt, Ärzten und Psychologen nur das Beste für das Mädchen und Licht in die mit Sicherheit stattgefundenen traumatischen Erlebnisse bringen“.

Die verzweifelte Mutter, die sich, wie sie erklärt, aus all dem keinen Reim machen kann, muss also weiter auf ein Wiedersehen mit dem Kind warten.

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