Gericht schickt Diana in die USA

Mädchen (4) abgeschoben: Mutter brach zusammen

Mädchen (4) abgeschoben: Mutter brach zusammen
© zVg - Fotomontage
Obwohl der Vater gewalttätig sein soll, wurde sein Kind zu ihm in die USA verbracht.
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NÖ. Die Szenen waren herzzerreißend, als der Gerichtsvollzieher in Polizeibegleitung die kleine Diana (4) Donnerstagfrüh zu Hause abholte und ins Landesgericht Krems verbrachte: „Sie hat nach ihrer Mama geschrien, geweint, gezittert, sich vor Angst in die Hose gemacht“, sagt die aufgebrachte Anwältin Astrid Wagner, die für die ­Familie kämpft.

Doch dass das Mädchen in Schwechat in ein Flugzeug gesetzt und in die USA abgeschoben wurde, konnte auch die Juristin nicht verhindern. Ebenso wenig wie Proteste meh­rerer Organisationen am Flughafen.
US-Gericht. Das Kind muss gegen seinen Willen und den der Mutter zum leiblichen Vater in die USA. Ein Gericht hat ihm das Sorgerecht zugesprochen, nachdem Julia E., eine Krankenschwester, mit ihrem Kind nach Österreich geflüchtet war, weil der Kindsvater mehrfach gewalttätig geworden sein soll. Der Oberste Gerichtshof (OGH) entschied gegen die Mutter, weil sie Diana dem Vater zu Unrecht entzogen habe. Laut Haager Kindesentführungsabkommen (HKÜ) müsse das Mädchen zurück. „Ein Skandal“, schimpft Anwältin Wagner.

Als Diana ins Flugzeug stieg, erlitt die Mutter einen Nervenzusammenbruch, musste in die Klinik. Ab heute kämpft sie für die Rückkehr ihrer geliebten Tochter.

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