NÖ-Demokratie

Wo heuer gewählt wird

Nach intensiven Wahljahren bietet das heurige Jahr eine Verschnaufpause für die Regierung. Auf Bundes- und Landesebene steht turnusmäßig 2026 kein Urnengang an. Auf Gemeindeebene hingegen gibt es in Niederösterreich Wahlen in St. Pölten, Neunkirchen und Kematen. 

Den Auftakt macht die niederösterreichische Landeshauptstadt, wo am 25. Jänner 2026 gewählt wird. In St. Pölten, das seit 1950 von der SPÖ regiert wird, bemüht sich Langzeitbürgermeister Matthias Stadler um die Wiederwahl. Bei der Gemeinderatswahl im Jänner 2021 hatte seine SPÖ trotz eines Minus von drei Prozentpunkten mit 56 Prozent die Absolute klar gehalten.

Sieben Listen gehen am 25. Jänner ins Rennen: Neben den schon bisher im Rathaus vertretenen SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS treten die KPÖ und die Liste Multikulturelle Gesellschaft an.

Wahlwiederholung in Kematen, Neuwahl in Neunkirchen

Gewählt werden muss zudem in Kematen an der Ybbs (Bezirk Amstetten). Der Verfassungsgerichtshof hatte die Gemeinderatswahl vom 26. Jänner 2025 wegen fehlerhafter Wahlkarten aufgehoben. Ein konkreter Wahltermin stand zuletzt noch nicht fest. 

Eine Wahl steht zudem in Neunkirchen an. Der Gemeinderat hatte sich nach mehreren Mandatsverzichten de facto selbst aufgelöst und ist nicht mehr beschlussfähig. Eine Neuwahl ist notwendig. Bürgermeister Peter Teix (ÖVP) führt bis dahin gemeinsam mit dem Stadtrat die Geschäfte der Gemeinde weiter.

Allgemeines Stimmungsbild

Wo heuer gewählt wird
© APA/GEORG HOCHMUTH

Da Kommunalwahlen generell nur bedingt als Stimmungsbarometer für die Bundespolitik taugen, verspricht das weitgehend wahlkampffreie Jahr etwas Ruhe für die Dreierkoalition. Die nächsten Wahlen auf Landesebene stehen erst im Herbst 2027 in Oberösterreich und Tirol an, sofern die Koalitionen in den beiden Bundesländern bis zum Ende der Legislaturperiode halten. In Niederösterreich, Kärnten und Salzburg stehen erst 2028 Landtagswahlen an.

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