Umwidmungsantrag

Neuer IT:U-Campus könnte bei Biologiezentrum entstehen

Mit der Campus-Fertigstellung ist frühestens Anfang der 2030-Jahre zu rechnen.

Ein wichtiger Schritt für den geplanten Campus der Interdisciplinary Transformation University (IT:U) in Linz ist gesetzt worden. Das Land Oberösterreich hat einen Antrag zur Umwidmung des Areals beim Biologiezentrum Linz eingebracht. Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Johannes Kepler Universität Linz.

Mit dem Antrag soll die Widmung von „Bauland Sondernutzung Museum“ auf „Bauland Sondernutzung Universität + Museum“ geändert werden. Damit könnte das Gelände künftig auch für universitäre Zwecke genutzt werden. Für die IT:U wäre der Standort ein möglicher künftiger Campus.

Standort sei ideal für Kooperationen

Gründungspräsidentin Stefanie Lindstaedt sieht darin große Chancen. Die Nähe zur JKU sei ideal, um Synergien zu nutzen und Kooperationen auszubauen. Das Areal könne künftig als zentrales „Headquarter“ dienen, von dem aus Partnerschaften mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen in ganz Oberösterreich gestärkt werden.

Mit dem Umwidmungsantrag legt sich auch die Landespolitik stärker auf den Standort fest. Landeshauptmann Thomas Stelzer bezeichnete den Schritt als wichtiges Signal für die Entwicklung der neuen Universität. Bereits jetzt gebe es engagierte Professorinnen und Professoren sowie Kooperationen mit Unternehmen.

Nähe zur JKU mache Areal besonders attraktiv

Auch Bürgermeister Dietmar Prammer unterstützt den Plan. Die Nähe zur JKU mache das Areal besonders attraktiv für die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Forschung in Linz. Der Antrag werde nun von der Stadt geprüft.

Langfristig soll am Standort ein eigener Campus entstehen. Mit einer Fertigstellung wird derzeit frühestens Anfang der 2030er-Jahre gerechnet. Bis dahin arbeitet die IT:U weiterhin an mehreren Übergangsstandorten.

Linzer Grüne üben Kritik wegen Verlust von Grünraum

Kritik kommt unter anderem von den Linzer Grünen. Umweltstadträtin Eva Schobesberger befürchtet den Verlust von Grünraum und plädiert für einen urbaneren Standort. Unterstützung für den gemeinsamen Standort von IT:U und JKU kommt hingegen von den Neos. Landessprecher Felix Eypeltauer kritisierte jedoch das bisherige politische „Gezerre“ um die Standortentscheidung.

Mit dem eingebrachten Antrag beginnt nun das formelle Verfahren zur Änderung des Flächenwidmungsplanes. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer endgültigen Standortentscheidung für die Digitaluniversität.

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