Nach 300. ÖSV-Sieg

Tschofenig & Co. greifen in Lahti heute im Team an

Daniel Tschofenig hat mit seinem Sieg in Lahti Skisprung-Geschichte geschrieben. Der 23-jährige Kärntner sorgte am Samstag für den 300. Weltcup-Sieg Österreichs und geht nun als Favorit in den Super-Team-Bewerb.

Nach dem historischen Jubiläums-Erfolg greifen die ÖSV-Adler am Sonntag (15:00/live ORF1 & Sport24-Liveticker) im finnischen Lahti erneut nach dem Podium. Daniel Tschofenig sicherte sich am Samstag bei seinem elften Weltcup-Sieg den obersten Stockerlplatz mit nur 0,6 Punkten Vorsprung auf den Slowenen Domen Prevc. Der Japaner Ryoyu Kobayashi landete nach einer Halbzeitführung auf dem dritten Rang, während Tschofenig mit der Tageshöchstweite von 130,5 Metern im ersten Durchgang die Basis für seinen dritten Saisonsieg legte.

Emotionales Comeback nach Olympia-Frust

Für den "Sportler des Jahres 2025" war dieser Erfolg nach einer schwierigen Phase mit Problemen bei der Skiflug-WM und den Winterspielen in Italien besonders wichtig. "Es ist extrem cool, jetzt wieder als Sieger dazustehen", erklärte der 23-Jährige, der im Jänner bereits in Bischofshofen triumphiert hatte. Dass der Knoten erst nach den Olympischen Spielen wieder platzte, bezeichnete Tschofenig als "bitter", betonte aber die Schnelllebigkeit im Skispringen.

Hörl kämpft trotz Rückenproblemen weiter

Zweitbester Österreicher wurde Jan Hörl auf dem sechsten Platz, der trotz gesundheitlicher Probleme unbedingt am Start sein wollte. "Während des Springens spüre ich den Rücken nicht, ich bin noch in Behandlung", sagte Hörl, der sich für seinen Teamkollegen freute. Weltcup-Punkte gab es in Lahti zudem für Maximilian Ortner (15.), Juniorenweltmeister Stephan Embacher (18.) und Jonas Schuster (27.).

Kraft und Fettner suchen nach Form

Nicht nach Wunsch verlief der Samstag für die Routiniers im Team. Manuel Fettner verpasste als 32. das Finale der besten 30 knapp. Noch härter traf es Stefan Kraft, der an der Stätte seines WM-Doppelsieges von 2017 bereits in der Qualifikation als 55. ausschied. Beim anstehenden Super-Team-Bewerb hofft das ÖSV-Lager nun darauf, den Schwung von Tschofenigs Jubiläums-Sieg mitzunehmen und erneut um den Sieg mitzuspringen.

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