Crash auf der Donau

Schiffs-Kapitän alkoholisiert

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Menschliches Versagen dürfte am Freitagabend auf der Donau im Bereich von Aschach (Bezirk Eferding) in Oberösterreich zu der Kollision eines deutschen und eines niederländischen Frachtschiffes geführt haben. Einer der beiden Kapitäne sei alkoholisiert gewesen.

Bei welchem der beiden Kapitäne der Alkotest positiv verlief, wollte Reinhard Vorderwinkler von der Schifffahrtsbehörde am Samstagmittag noch nicht bekannt geben. Im Laufe des Nachmittags werden noch Zeugen befragt, da es von den beiden Schiffsbesatzungen unterschiedliche Darstellungen zu den Vorfällen gebe. Erst danach könne man sich ein genaues Bild über den Unfallhergang machen. Ein technisches Problem könne man jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit ausschließen.

Schiff droht zu sinken
Die Eigentümer der beiden Frachtkähne waren am Samstag zur Unglücksstelle unterwegs. Das niederländische Schiff konnte am Freitag noch eigenständig in Aschach anlegen, es sei auf der oberen Seite schwer beschädigt, sagte Vorderwinkler. Es bestehe jedoch keine Gefahr, dass das Schiff sinken könnte. Das deutsche Schiff wurde an der Unterseite schwer beschädigt, es wurde zum Havarieplatz in Goldwörth gebracht. Dort lag es am Samstagnachmittag in leichter Schräglage. Da bereits Wasser in den Rumpf eingedrungen war, versuchte die Feuerwehr am Nachmittag das Schiff auszupumpen.

Danach werde man vermutlich das geladene Getreide umladen. Genaueres müsse aber der Eigentümer entscheiden, berichtete Vorderwinkler. Was mit der Ladung des niederländischen Schiffs passiert - es hatte Soja geladen - war am Samstag ebenfalls noch unklar. Auch hier warte man das Eintreffen des Eigentümers ab.

Beträchtlicher Sachschaden
"Man muss froh sein, dass bei einer Havarie in diesem Ausmaß keine Menschen zu Schaden gekommen sind", teilte Vorderwinkler mit. Es sei außerdem ein großes Glück gewesen, dass die Schiffe kein Gefahrgut geladen haben und auch keine nennenswerten Wasserverunreinigungen aufgetreten seien. Ein paar kleinere Ölspuren habe man sofort binden können, es bestehe jetzt aber keine Gefahr mehr, dass weiteres Öl austrete.

Der genaue Sachschaden könne noch nicht beziffert werden, er sei aber beträchtlich, berichtete Vorderwinkler.

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