Absage an Kulturerbe

Singvogelfang-Umfrage zeigt: Drei Viertel dagegen

Anlässlich der Überprüfung durch die Österreichische UNESCO-Kommission, ob der Singvogelfgang im OÖ Salzkammergut Kulturerbe bleiben soll, gibt es eine neue Umfrage. 

. Eine aktuelle Befragung von 1.000 Personen wurde vom Gallup-Institut zum Thema Singvogelfang im OÖ Salzkammergut, dessen Status als immaterielles Kulturerbe derzeit von der Österreichischen UNESCO-Kommission geprüft wird, durchgeführt. 

Die Ergebnisse sind eindeutig: 3 von 4 Österreicher lehnen den Singvogelfang ab, unter den Frauen 4 von 5 Personen und bei den Menschen über 50 sogar 85 Prozent. 

Singvogelfang-Umfrage zeigt: Drei Viertel dagegen
© VGT

Das Vorgehen beim Fang, also das Aufhängen von Lockvögeln in Käfigen und das Aufstellen der Netzfallen, sowie das Freilassen der gefangenen Vögel bis 10. April des Folgejahres und das Behalten der Lockvögel für immer, wird von 71 % abgelehnt und von 28 % befürwortet.

VGT-Obperson Martin Balluch hat selbst seit 1997 Vogelfänger dokumentiert: „Das Ergebnis dieser Umfrage ist nicht überraschend. Tradition hin oder her, drei Viertel der Menschen lehnen den Singvogelfang ab. Man muss sich wirklich fragen, ob eine derartige Tradition, die von einer so großen – verfassungsgebenden! – Mehrheit abgelehnt wird, die eindeutig und ohne Zweifel zu Tierleid führt und die, wie das Landesverwaltungsgericht OÖ geurteilt hat, weitgehend sogar rechtswidrig ist, weiterbestehen soll."

Eines ist für Balluch klar: "Mit diesen Belegen ist der Singvogelfang im OÖ Salzkammergut als immaterielles Kulturerbe der UNESCO untragbar geworden."

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