Ehefrau (60) getötet

Witwer von Hunde-Opfer trauert: "Schlimmste, das einem passieren kann"

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Einen wahren Alptraum macht der Ehemann der vom AmStaff-Rüden Elmo getöteten Herta A. in Oberösterreich durch: Es sei das "Schlimmste, das einem passieren kann". Wenigstens wären die Hunde jetzt weg. Der bedauernswerte Mann wird psychologisch betreut.

OÖ. Für den Mann der 60-jährigen Nachbarin der Hundezüchterinnen, die erst seit einem halben Jahr in Pension war, brach Montagvormittag eine Welt zusammen. Wie kolportiert wird, war er in der Arbeit und erfuhr über Internet-Medien, dass etwas mit einer Joggerin und einem Hund in seinem Ort (der zu Naarn im Bezirk Perg gehört) passiert wäre.

Mit einer bösen Vorahnung fuhr er nach Hause und musste - niemand kann sich vorstellen, wie man sich in diesen entsetzlichen Augenblicken fühlen mag - anhand der Kleidung der Toten seine schlimm zugerichtete Gattin identifizieren. 

Elmo
© facebook
× Elmo

Es sei das "Schlimmste, das einem passieren kann" sagt der hörbar gebrochene Mann leise gegenüber oe24 und fügt dem nur hinzu, dass er die schweren Stunden nicht allein durchstehen muss: Er werde, wohl von Psychologen, "betreut". Dass die Hunde, die ihn und den ganzen Weiler ständig an die Horror-Tragödie erinnern, weg sind, hat er bereits erfahren: "Der Bürgermeister war gestern deswegen bei mir."

Hund beißt Joggerin tot: Haus der Besitzer in Naarn, OÖ

Das Haus der Besitzern von "Elmo" in Naarn, OÖ

© vogl-perspektive.at
× Hund beißt Joggerin tot: Haus der Besitzer in Naarn, OÖ

Der Killer-Hund selbst, der vierjährige Elmo, von den Besitzerinnen durch private Schutzhundetrainings zur unberechenbaren Waffe ausgebildet, wurde mittlerweile eingeschläfert. Alle anderen AmStaffs (vier erwachsene Hunde und sieben Welpen) des verheirateten Pärchens wurden freiwillig, wie es heißt, an einen geheimen Ort gebracht - im Ort selbst hätten sie nach Behördenweisung nicht mehr vom Grundstück gedurft und hätten auch im eigenen Garten nur noch mit Beißkorb und Leine geführt werden dürfen. Dass auch die beiden Frauen, die sich vor vier Jahren mit ihrer Listenhunde-Zucht hier niedergelassen haben, wegziehen werden, ist nur eine Frage die Zeit. Die Stimmung unter den wenigen Bewohnern ist aufgeheizt - und wird nie wieder dieselbe sein können wie vor den Todesbissen.

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