Spektakulärer Transport

Schiffs-Transfer kostet 100.000 Euro

Schiffs-Transfer kostet 100.000 Euro
© TZ ÖSTERREICH
Auf dem Landweg wird die "Marksburg" nach Tschechien gebracht.
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Das 85 Tonnen schwere Freizeitschiff "Marksburg", das bis Donnerstag zu Lande von Plesching bei Linz nach Frymburk (Friedberg) am Moldaustausee in Tschechien reisen soll, ist am Dienstagnachmittag auf einen Transporter verladen worden. Alles sei plangemäß verlaufen, hieß es von der Betreibergesellschaft Rosenberger Lipno Line s.r.o. Das Fahrzeug samt Schiff ist 48 Meter lang, etwa sechs Meter breit und bringt 203 Tonnen auf die Straße. In der Nacht auf Mittwoch geht es durch Linz-Urfahr. Dafür wurde sogar eine Fahrleitung der Straßenbahn entfernt.

Die Linz Linien richten von Dienstag, 17. April, 21.00 Uhr, bis Mittwoch, 18. April, 6.00 Uhr, einen Schienenersatzverkehr der Straßenbahnlinien 1 und 2 in Urfahr ein. An der Kreuzung Pulvermühlstraße/Ferdinand Maklstraße wird die komplette Fahrleitung inklusive Tragwerk und Zugsicherungsanlage für die Durchfahrt entfernt und wieder aufgebaut, so die Lipno Line. Zudem darf der Transporter die Straßen erst ab 1.00 Uhr befahren, um die Busse nicht zu behindern.

Doppelkurve
Sprichwörtlich eng könnte es am Mittwoch werden, wenn der Transport eine Doppelkurve vor Hellmonsödt (Bezirk Urfahr-Umgebung) zu überwinden hat. Im Ortsgebiet selbst bleiben lediglich 13 Zentimeter zum Manövrieren. Eine Herausforderung wird auch der Kreisverkehr in Bad Leonfelden am Donnerstag. Der logistische Gesamtaufwand für den Spezialtransport beträgt etwa 400 Montagestunden. Er wird von Steyregg bis zum Zielort von drei Begleitfahrzeugen und bis zu 14 Mitarbeitern flankiert. Mehr als 28 Behörden und 140 Personen sind involviert.

100.000 Euro
Der Transport koste an die 100.000 Euro, hieß es. Der geschäftsführende Gesellschafter der Rosenberger Lipno Line, Lukas Dorn-Fussenegger, lobte die gute Zusammenarbeit mit Partner-Unternehmen und Politik. In Frymburk (Friedberg) soll das 1968 gebaute Schiff renoviert werden und unter dem neuen Namen "Adalbert Stifter" seinen Dienst tun. Die "Marksburg" war bereits Anfang März auf eigenem Kiel von Koblenz am Rhein (Rheinland-Pfalz) nach Linz gefahren.

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