1. Auftritt seit Rückzug als Kanzler

Schlamm-Schlacht um Kurz

Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz
© APA/ORF
Kurz scheute seit Samstag öffentliche Auftritte. Heute muss er sich Parlament stellen.
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Wien. „Die Vorwürfe gegen mich sind falsch und ich werde das beweisen“, twitterte Sebastian Kurz gestern mit Verweis auf ein ZiB 2-Interview mit dem Wirtschaftsstrafrechtsexperten Robert Kert, der auf die Beweisbarkeit von Vorwürfen der Untreue verwiesen hatte. Ansonsten hatte der gefallene Ex-Kanzler seit Samstag die Öffentlichkeit gemieden.

Heute muss er sich dieser allerdings wieder stellen. Immerhin wird Kurz heute als Nationalratsabgeordneter der ÖVP im Nationalrat um 9 Uhr angelobt und dann in der ersten Reihe als Klubchef der VP Platz nehmen. Sein Klub hat ihn bereits einstimmig dazu gewählt.

Die Opposition wird ihn freilich nicht ganz so freundlich behandeln. Im Gegenteil: Vor allem FPÖ-Klubchef Herbert Kickl, aber auch SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner und ihre Neos-Kollegin Beate Meinl-Reisinger werden Kurz wegen der Vorwürfe der Untreue, der Bestechlichkeit und natürlich wegen des politischen Sittenbilds, das die VP-Chats um ihn abgeben, hart ins Visier nehmen.

Neues Büro. Darauf bereitet er sich ab 8 Uhr Früh heute in seinem Büro in der VP-Zentrale vor. Zudem telefoniert er pausenlos mit VP-Parteifreunden.

Unmut der VP wird ihm nicht ins Gesicht gesagt
Auch in den VP-Ländern ist der Ärger gegen ihn und „seine Partie“ schließlich groß. Allerdings dürfte das Kurz niemand so ins Gesicht sagen. Wie sehr er die ÖVP wieder hinter sich versammeln kann, wird auch von weiteren Chats abhängen.

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