Blutig endete der Streit zweier syrischer Mitbewohner in Simmering: Worüber auch immer sie sich uneins waren, am Ende kauerte einer der beiden schwer verletzt auf offener Straße unter einem Balkon.
Wien. Im 11. Bezirk in der Braunhubergasse wurden zwei befreundete Passanten Samstagnachmittag auf eine offensichtlich schwer verletzte Person aufmerksam, die unter dem Balkon eines Wohnhauses kauerte. Die beiden jungen Männer wählten den Notruf und leisteten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe.
- Langfinger mit 44 Tafeln Schokolade und Schnitzelsemmel erwischt
- Faschingswagen kippte um - neun Verletzte
- Verirrte Seniorin nach Faschingsparty gerettet
Gegenüber Polizeibeamten gab der verwundete 27-Jährige an, von seinem Mitbewohner während eines Streits in der gemeinsamen Wohnung mit Schlägen, Tritten und einem Messer attackiert worden zu sein. Dem schwer Verletzten sei es daraufhin gelungen, auf die Straße zu flüchten und sich zu verstecken.
Der 25-jährige Tatverdächtige (wie sein Opfer ein Syrer) konnte kurz darauf in der Wohnung von Beamten der Sondereinheit WEGA gesichert und in weiterer Folge von Beamten des Stadtpolizeikommandos Simmering vorläufig festgenommen werden. Im Zuge der Durchsuchung der Unterkunft wurden die mutmaßliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, sowie eine größere Menge Suchtmittel, vermutlich Cannabiskraut, aufgefunden und sichergestellt.
Der ältere der beiden Zuwanderer wurde mit starken Prellungen an Kopf und Oberkörper und einer Schnittwunde am linken Unterarm in ein Spital gebracht. Der Jüngere wurde wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung und nach den Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes angezeigt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt überstellt.