Ortlergebiet / Südtirol

Heer birgt Munition aus 1. Weltkrieg

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120 Patronen mit Helikopter geborgen: Flugverbot über Einsatzgebiet verhängt.

Relikte aus dem Ersten Weltkrieg sind am Freitag vom Tuckettjoch im Ortlergebiet in Südtirol geborgen und abtransportiert worden. Dabei handelte es sich um circa 120 Patronen, die per Helikopter in einem Transportnetz bis zur Franzenshöhe am Stilfser Joch geflogen wurden. "Wir sind jetzt froh, die Granaten, die aus dem Ersten Weltkrieg stammen, endlich unschädlich gemacht zu haben", meinte Oberstleutnant Giorgio Colombo in einer Aussendung des Landes Südtirol.

Für den Zeitraum der Bergung wurden alle Wander- und Aufstiegswege rund um das 3.350 Meter hohe Tuckettjoch, den Madatschferner und das Glurnser Köpfl gesperrt. Für das Einsatzgebiet wurde zudem ein Überflugverbot verhängt. "Bisher konnten die geplanten Maßnahmen nicht umgesetzt werden, weil in diesem hochalpinen Gebiet die für eine Entfernung notwendigen Wetterbedingungen nur selten vorherrschen", sagte Hanspeter Staffler, Direktor der Landesabteilung Zivilschutz.

Die Sturmpioniere des Heeres transportierten die explosive Ladung im Anschluss ins Tal. Dort sollen die aufgefundenen Kriegsrelikte in einer Militärzone kontrolliert entschärft werden, hieß es. Im Einsatz standen zudem der Landeszivilschutz, Flughelfer und Bergretter der Gemeinde Stilfs.

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