Umfangreiche Sperren

Wien im Marathon-Fieber - hier sehen Autofahrer rot

Beim heurigen Vienna City Marathon kommen am Wochenende nicht nur die Läuferinnen und Läufer ins Schwitzen sondern auch am Steuer braucht man wegen der unzähliger Sperren Nerven wie Drahtseile. 

Ganz Wien schnürt am kommenden Wochenende die Laufschuhe, doch für die Autofahrer bedeutet der 43. Vienna City Marathon vor allem eines, nämlich puren Stress auf dem Asphalt. Während tausende Hobbysportler und Profis über die Reichsbrücke stürmen, wird es für Pendler und Wochenendausflügler extrem eng auf den Wiener Straßen. Der ARBÖ warnt bereits jetzt vor massiven Behinderungen und kilometerlangen Staus, die weite Teile der Stadt regelrecht lahmlegen werden.

Der Vienna City Marathon bewegt am Wochenende beim bisher größten Laufevent Österreichs erneut eine Rekordzahl von 49.000 Läuferinnen und Läufern. 

Der Vienna City Marathon bewegt am Wochenende beim bisher größten Laufevent Österreichs erneut eine Rekordzahl von 49.000 Läuferinnen und Läufern. 

© APA/MAX SLOVENCIK

Ringstraße wird zur ersten harten Geduldsprobe

Die erste harte Geduldsprobe wartet bereits am Freitagabend, wenn die Ringstraße ab 20:00 Uhr zwischen der Stadiongasse und der Schottengasse im Bereich des Burgtheaters komplett dichtgemacht wird. Wer hier durch möchte, muss sich bis Sonntagabend um 20:00 Uhr einen anderen Weg suchen. Am Samstag geht der Trubel dann ab 12:00 Uhr erst richtig los, weil gleich fünf verschiedene Laufbewerbe die Innenstadt in eine riesige Sportarena verwandeln. Ab 12:00 Uhr wird die Ringstraße ab der Operngasse gesperrt und ab etwa 17:45 Uhr kommen auch noch der Schottenring sowie der Franz-Josefs-Kai dazu, weshalb man diesen Bereich bis zum voraussichtlichen Ende um 19:30 Uhr am besten großräumig meidet.

Ausnahmezustand am großen Marathon-Sonntag

Der absolute Ausnahmezustand herrscht jedoch am Sonntag, wenn der Hauptbewerb um 9:00 Uhr auf der Wagramer Straße startet. Schon ab 4:15 Uhr beginnen Sperren im Startbereich sowie bei den A22-Abfahrten Kagran und Donau City. Ab 5:45 Uhr folgen unter anderem Reichsbrücke und Ringstraße im Bereich Operngasse bis Stadiongasse. Ab 7:00 Uhr sind dann Lassallestraße, Praterstern, Praterstraße und Aspernbrücke betroffen.

 

Hier befindet sich eine Infografik der Austria Presse Agentur.

 

Im weiteren Verlauf kommen unter anderem Linke Wienzeile, Mariahilfer Straße, Maria-Theresien-Straße, Franz-Josefs-Kai, Roßauer Lände, Obere Donaustraße, Untere Donaustraße, Schüttelstraße, Stadionallee und Stadionbrücke dazu. Auch die Südosttangente (A23) und die A4-stadteinwärts-Abfahrt im Bereich Knoten Prater sind betroffen. Insgesamt sind laut ARBÖ mehr als 40 Straßen und Verkehrsverbindungen von Sperren betroffen.

Aufgrund der Laufstrecke und der damit verbundenen Sperren sind die Bezirke 7, 8 und 9 nur erschwert erreichbar. Auch der 6. Bezirk und Teile des 15. Bezirks sind zwischen 9:00 Uhr und etwa 12:00 Uhr nur sehr eingeschränkt über Schleusen erreichbar oder zu verlassen. Zufahrten aus dem 3., 4. und 5. Bezirk Richtung Zentrum sind nur bis Schwarzenbergplatz, Lothringerstraße beziehungsweise Karlsplatz möglich.

Einschränkungen bei Öffis

Nicht nur wer am Steuer sitzt, braucht starke Nerven, sondern auch die Fahrgäste der Wiener Linien müssen sich auf einiges gefasst machen. Insgesamt 16 Straßenbahnlinien und 13 Autobuslinien können nicht wie gewohnt fahren und werden entweder kurzgeführt oder ganz umgeleitet. Der ARBÖ rät daher allen Betroffenen dringend dazu, das Auto stehen zu lassen und nach Möglichkeit auf die U-Bahnen umzusteigen, da diese als einziges Verkehrsmittel zuverlässig unter dem Chaos hindurchtauchen. Besucher aus den Bundesländern sollten ihr Fahrzeug am besten gleich in einer Park-and-ride-Anlage am Stadtrand parken, um sich den Ärger in der City zu ersparen.

Wer dennoch nicht auf den eigenen Pkw verzichten kann, sollte viel Zeit einplanen und die Brennpunkte wie Reichsbrücke, Lassallestraße, Praterstern, Praterstraße, Ringstraße, Linke Wienzeile, Mariahilfer Straße, Schüttelstraße, 2-er-Linie sowie wichtige Verbindungen entlang des Donaukanals weiträumig umfahren.

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