66 % sagen: Lehrer sollen mehr arbeiten

Wien

66 % sagen: Lehrer sollen mehr arbeiten

Zwei Drittel der Österreicher sind dafür, dass Lehrer künftig länger in der Klasse stehen.

Sind zwei Stunden Mehrarbeit zumutbar? Der zugespitzte Sager des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl („Wenn ich 22 Stunden arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig“) ärgert die Lehrer. Im Auftrag von ÖSTERREICH erhob Gallup (400 Befragte vom 14. bis 16. 4.) die Stimmung. Es ist eine repräsentative Umfrage und kein leicht manipulierbares Online-Voting, auf das sich andere Medien berufen.

■ 66 % für Mehrarbeit: Die Frage „Sind Sie dafür, dass Lehrer künftig zwei Stunden mehr in der Klasse unterrichten sollen?“ beantworten 66 % mit Ja. Nur 20 % sagen dazu Nein.

■ Je älter, desto strenger. Während es bei den unter 30-Jährigen 48 zu 43 (für die Mehrarbeit) steht, sind die 30- bis 50-Jährigen zu 70 % und die über 50-Jährigen zu 73 % dafür, dass die Lehrer länger in der Klasse stehen.

■ Nur Schüler und Studenten dagegen. Nur Schüler und Studenten sind gegen die zwei Stunden mehr Unterricht (35 % ja, 61 nein). Alle anderen Berufsgruppen wollen, dass die Lehrer länger in der Klasse stehen: auch Beamte und Angestellte (67 % ja, 22 % nein).

■ Lehrer unter OECD-Schnitt. Laut der OECD-Studie Education at a Glance 2014 stehen unsere Lehrer zwischen 589 (Oberstufe) und 779 Stunden (Volksschule) in der Klasse – nur bei den Finnen ist es weniger. Dafür verdienen unsere Lehrer mehr. Zählt man zwei Stunden dazu, kämen nur die Volksschullehrer über den OECD-Schnitt.

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