BZÖ sucht neuen EU-Spitzenkandidaten

Nach Haider-Abgang

BZÖ sucht neuen EU-Spitzenkandidaten

Entscheidung über ersten Listenplatz bei Parteivorstand am Mittwochabend.

Das BZÖ wird heute, Mittwoch, Abend in einem Bundesparteivorstand über den ersten Listenplatz für die EU-Wahl abstimmen. Am Donnerstag wird BZÖ-Chef Gerald Grosz  die neue Liste bei einer Pressekonferenz präsentieren. Er habe nach dem Rückzug von Spitzenkandidatin Ulrike Haider-Quercia "sämtliche Weichen gestellt", damit das BZÖ die Kandidatur fortsetzen könne.

Angelika Werthmann als Spitzenkandidatin?

Ob die Listenzweite, EU-Abgeordnete Angelika Werthmann, auf Platz Eins kandidierten wird, wollte er vor dem Parteivorstand nicht sagen. "Ich halte Angelika Werthmann für eine exzellente Europapolitikern", betonte er aber. Sie habe in den letzten Wochen "einen unglaublichen Kampf geführt" und - obwohl sie nicht Mitglied der Familie Haider sei - versucht, den Namen Haider in Europa zu verteidigen. Er halte sie für "einen großen Gewinn für das BZÖ", sagte Grosz.
Haider-Quercia hatte am Dienstagabend ihren Rückzug von der BZÖ-Liste bekannt gegeben. Begründet hatte sie ihre Entscheidung mit Kritik aus den eigenen Reihen und dem Ausschluss Werthmanns aus der ALDE-Fraktion im EU-Parlament.

Das BZÖ in Kärnten bezog in einer Aussendung am Mittwoch zum Rückzug Haider-Quercias Stellung: "Ich bedauere zwar einen Rücktritt vor einem Antritt, halte aber fest, dass wir das BZÖ seit 2010 neu aufgebaut haben. Wir werden daher weiter für eine innovative, bessere und nachweislich notwendige neue Politik in Kärnten kämpfen", sagte Landesparteiobfrau Johanna Trodt-Limpl.
 



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