Rote Irritation wegen des Wiener Wahlkampfes

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Rote Irritation wegen des Wiener Wahlkampfes

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SPÖ: Riesen-Überraschung oder hat man sich aufgegeben?

Diskret. „Ich frag mich, ob die noch einen Wahlkampf machen werden“, fragt ein Bundes-Roter zerknirscht. Die Rede ist von der Wiener SPÖ, die im Unterschied zu Blau und Grün derzeit – freundlich ausgedrückt – einen sehr diskreten Wahlkampf führt. Die erste Plakatserie wird erst am 17. August affichiert werden. Bis 10. September will Wiens einflussreicher SPÖ-Bürgermeister sich tatsächlich in nobler Zurückhaltung üben und den Infight mit den Blauen erst vier Wochen vor der Wiener Landtagswahl am 11. Oktober beginnen.

Die Strategie mag einige Rote befremden und die politische Konkurrenz rätseln lassen, ob die SPÖ sich aufgegeben habe oder doch die Riesen-Überraschung plane – ganz neu ist sie freilich nicht. Bereits Ex-SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky hatte 1995 auf eine ähnliche Verknappung gesetzt und erst zwei Wochen vor der Nationalratswahl das Match gegen Jörg Haiders FPÖ geführt. Damals ging die Taktik auf. Die aktuelle Gallup-ÖSTERREICH-Umfrage – de facto ein rot-blaues Kopf-an-Kopf-Rennen – macht von SP-Kanzler Werner Faymann abwärts trotzdem die meisten in der SPÖ nervös.

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