Gastinger

Umfrage zum Rücktrit

Mehrheit will, dass Gastinger im Amt bleibt

Bei einer vom Gallup-Institut für ÖSTERREICH erstellten Umfrage will die Mehrheit, dass Gastinger im Amt bleibt. Die meisten glauben, dass ihr Austritt dem BZÖ schadet.

Satte 41 Prozent der Österreicher sprechen sich für einen Verbleib der Justizminister in ihrem Amt aus. Dabei fällt auf, dass vor allem Männer (43 Prozent) Gastinger weiter in Amt und Würde sehen wollen. Nur 38 Prozent der Frauen stimmten für sie. 32 Prozent wollen, dass Gastinger nach der Wahl geht.

Image blieb gleich
Interessant ist, dass Gastingers Akt ihrem Image weder geschadet, noch geholfen hat. 53 Prozent haben ihre Meinung gegenüber der Justizministerin nicht geändert - für 20 Prozent hat sie sich verbessert, 15 Prozent haben jetzt eine schlechtere Meinung von ihr.

Schaden für BZÖ
55 Prozent sind der Meinung, der Parteiaustritt schade dem BZÖ, das ohnehin um den Einzug ins Parlament kämpfen muss. Nur zwei Prozent glauben, dass der Partei ihr Austritt nutzt. 32 Prozent sehen weder Nutzen noch Schaden.

Kein Angebot von Schüssel
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat Justizministerin Karin Gastinger kein Angebot für einen Ministerposten für eine mögliche ÖVP-Regierung gemacht. Das gab Gastinger am Mittwoch nach ihrem Gespräch vor dem Bundeskanzler bekannt. Sollte aber allenfalls der Wunsch nach einer parteifreien Justizministerin bestehen, würde sie zur Verfügung stehen, so Gastinger.

Sie betonte, dass ihr Entschluss, aus dem BZÖ auszutreten, für alle, auch die ÖVP, überraschend gekommen sei. Von daher könne sie sich auch nicht "erwarten, dass alles umgeworfen wird".

Dass die dem BZÖ in ihrem Abschiedsschreiben alles Gute gewünscht hat, begründete Gastinger damit, dass sie "dort auch viele Freunde" habe. Sie habe nicht mit allen Menschen dort Probleme, wenn auch die Richtung, die die Partei eingeschlagen habe, nicht mehr die ihre sei. Dies sei "keine politische Empfehlung", betonte sie. Ob sie als Justizministerin in eine künftige Regierung kommen werde, hänge auch vom künftigen Koalitionspartner ab, sagte Gastinger.

Personenkomitee
Aber: Gastinger hat ja noch einen Poker im Ärmel. Sie will sich nicht auf die Hilfe einer Partei verlassen, um Justizministerin zu bleiben. Blitzschnell und heimlich gründete sie - wie ÖSTERREICH exklusiv in Erfahrung brachte - noch Montag ihr eigenes Personenkomitee, das ihr dazu verhelfen soll, Justizministerin zu werden.



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