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"Märchenstunde": Blau-schwarzer Streit um Ungarn-Wahl geht weiter
Von einer "krachenden Niederlage für Kickls Freund" Viktor Orbán sprach die ÖVP am Tag nach der Ungarn-Wahl. Auf Facebook teilte die Volkspartei dazu noch einen Zusammenschnitt von früheren Aussagen des FPÖ-Chefs über Orbán. Darunter etwa, dass der ungarische Ministerpräsident ein "Vorbild für viele in Europa sei".
Die ungarische Bevölkerung sehe das aber anders, argumentiert die ÖVP nach dem klaren Wahlsieg für Herausforderer Péter Magyar. "Sie ist gegen Korruption, gegen Putin und Trump", schreibt die Partei.
Salzburger FPÖ-Chefin kontert ÖVP
Der provokante Post sorgte jedenfalls für zahlreiche Reaktionen, darunter 250 Kommentare. Ein Kommentar kommt auch von prominenter Seite. FPÖ-Salzburg-Chefin Marlene Svazek konterte: "Wirklich lustig. Die meiste Zeit seiner Amtsführung war Viktor Orbán mit seiner Partei Fidesz integraler Bestandteil eurer europäischen Parteienfamilie der EVP."
Das werde nun aber "in der nachträglichen Selbstverklärung politischer Erinnerung" ausgeblendet, so die Freiheitliche. Und: "Gerade darin offenbart sich eure bemerkenswerte Beliebigkeit: heute diese Haltung, morgen jene – Prinzipien sind bei euch einfach austauschbare Kulisse."
Marchetti: "Das hatte sehr viel mit Werten und Haltung zu tun"
Das wiederum rief ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti auf den Plan. Er schrieb an Svazek gerichtet: "Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, wird auch schnell erkennen, warum Viktor Orbán bzw. seine Partei Fidesz heute nicht mehr Teil der Europäischen Volkspartei ist. Das hatte sehr viel mit Werten und Haltung zu tun".
"Märchenstunde mit der FPÖ"
Und: "Politisch wäre es deutlich opportuner gewesen, die zahlreichen Mandate von Fidesz im Europäischen Parlament und einen amtierenden Premierminister in den eigenen Reihen zu halten". Man habe sich aber als "EVP-Familie" für "unsere Werte" entschieden, so Marchetti. Auf Facebook teilte die ÖVP die Interaktion unter dem Titel "Märchenstunde mit der FPÖ"
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Kein "Telefonjoker" für FPÖ
Dann folgt noch eine generelle Außenpolitik-Attacke auf die Freiheitlichen. "Hätte ich einen Telefonjoker frei, was Haltung und Einschätzungsvermögen in der Außenpolitik betrifft, würde ich aber ohnehin nicht die FPÖ anrufen", so Marchetti. Denn: "Kickl sieht durch Trump eine 'Renormalisierung' der Welt, (Susanne, Anm.) Fürst gar einen 'Friedensengel Trump' und der Freundschaftsvertrag der FPÖ mit der Putin-Partei ist auch nicht gut gealtert".
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