Politik-Insider von Isabelle Daniel

Türkis-grünes Match um "Normalität" als Taktik

In der Bundes-ÖVP will man dieselbe Linie fahren wie die ÖVP NÖ.

Taktik. Nicht alle in der ÖVP sind glücklich über die strategische Ausrichtung ihrer Partei. Denn seit gestern ist klar, dass auch die Bundes-ÖVP die Linie von Johanna Mikl-Leitner anwenden will.

Übersetzt: Die Türkis-Schwarzen wollen auf blaue Themen – von Zuwanderung bis scheinbaren Kulturkampf – setzen und glauben so, FPÖ-Chef Herbert Kickl das Wasser abgraben zu können.

Wiederholung von 2017. Warnungen, dass dies Kickl erst recht groß machen könne, lassen diese VP-Strategen nicht zu. Sie sind der Meinung, das Jahr 2017 wiederholen zu können – damals sprach Sebastian Kurz viele FPÖ-affine Wähler an und wurde Erster.

Abgrenzung zu Grünen. Denn, so ein VP-Stratege: „Am Ende werden die Menschen doch davor zurückschrecken, in dem Ausmaß Kickl zu wählen.“ Daher mache die ÖVP dem blauen Wähler jetzt ein Angebot. Zudem ist es wohl auch eine bewusste Abgrenzung gegen die Grünen. Die suchen diese freilich nun auch, da ihre eigene Klientel auf das VP-Liebäugeln mit Blau nicht gerade mit Begeisterung reagiert.

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