Die Pensionistenvertreter sind nicht bereit, über die Art der geplanten Pensionserhöhung für das kommende Jahr mit der Regierung zu verhandeln.
Wenn diese hier Kürzungen vorhabe, müsse sie selbst entscheiden, wer weniger bekomme, meinte die Vorsitzende des Pensionistenverbands Birgit Gerstorfer (SPÖ) im Ö1-"Mittagsjournal". Da mische man sich nicht ein: "Die Seniorenorganisationen werden sich nicht den Schwarzen Peter umhängen lassen."
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Allerdings wollen die Seniorenvertreter durchaus die Pläne der Regierung, die Ruhensbezüge um 0,25 Prozent unter der Teuerung anzupassen, noch abwenden. Darüber will man daher auch reden. Es sei ein Termin mit der Regierungsspitze geplant: "Der wird diese Woche stattfinden müssen", so Gerstorfer.
Gerstorfer kontert NEOS-Chefin
Via Aussendung konterte Gerstorfer zudem Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS). Die NEOS-Chefin erklärte am Sonntag in der ORF-"Pressestunde", dass die Pensionen in den vergangenen Jahren zum Teil über der Inflation angehoben worden seien. Eine Anhebung unter der Inflation, wie im Doppelbudget 2027/28 geplant, sei daher verkraftbar.
Gerstorfer argumentierte nun, dass Personen, die bis 2026/27 noch erwerbstätig waren, den Vorteil von früheren Pensionsanpassungen nicht hätten. „Damit würden einzelne Jahrgänge nachträglich schlechter gestellt als andere – obwohl sie die gleichen Versicherungsbeiträge geleistet haben", so die PVÖ-Präsidentin.