EU-Gipfel

Wolfgang Fellner:

Das sagt Österreich

Der Erfolg des EU-Gipfels ist auch rot-weiß-rot

Der EU-Gipfel hat gestern gezeigt, dass Politik nicht nur Frust, heiße Luft und Blockade, sondern auch Lösungen produzieren kann.
In überraschender Einigkeit wurde Griechenland für gute 15 Jahre vor der Pleite gerettet (den Spekulanten regelrecht „weggekauft“), die nötige Milliardenhilfe wurde so gestaltet, dass Banken endlich einen guten Teil zahlen – und gleichzeitig gab es den Startschuss für einen „Marshall-Plan“ für die Griechen, für einen Stabilitätsplan, für eine EU-Ratingagentur und für neue Wachstums-Impulse in der EU.
Warum nicht gleich? Warum wurde der Euro von Merkel & Co. zuerst in den Abgrund gefahren, die EU halb tot gestritten, das Image Europas zerstört? Der Politik fehlen heute die Krisenmanager, die Visionäre – die Führungs-Köpfe.
Wir Österreicher können übrigens darauf stolz sein, dass wir zu diesem Gipfel-Erfolg kräftig beigetragen haben. Ein guter Teil der klugen Schuldenbefreiungs-Strategie für Griechenland stammt von unserem Nationalbank-Präsidenten Nowotny, ein nicht unbeträchtlicher Anteil an den Ideen für „Marshall-Plan“, EU-Ratingagentur und Stabilitätsplan von Kanzler Faymann. Das sollte man positiv anerkennen und nicht miesmachen.

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