ORF-Putsch

Schwere Schlappe für Schüssel

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Schach-Matt für die ÖVP. Kanzler Wolfgang Schüssel hat im Machtpoker um den ORF verloren. Eine Niederlage mit Folgen.

Böse Vorahnungen befielen gestern, Donnerstrag, Nachmittag die ÖVP: „Die ORF-Berichterstattung wird sich schon in den nächsten Stunden drehen“, hieß es hochnervös aus der ÖVP-Zentrale. Gemeint war damit, dass es von nun an keinen direkten Draht mehr zu den Informationsmachern am Küniglberg gibt, nachdem Monika Lindner und mit ihr der schwarze Chefredakteur Werner Mück von den Stiftungsräten abgewählt wurden.

Die finale Pokerrunde um die wichtige Medienmaschine ORF hat Wolfgang Schüssel vergangene Nacht verloren: In einer letzten Rettungsaktion sandte Schüssel seinen Klubobmann Wilhelm Molterer aus, um dem Koalitionspartner BZÖ ein letztes Angebot zu machen. Die Strategie: Monika Lindner sollte mit dem gesamten Team von Alexander Wrabetz im Gepäck zur ORF-Generals-Wahl antreten. Will heißen: Unter einer Generaldirektorin Monika Lindner sollte es weiterhin einen kaufmännischen Direktor Alexander Wrabetz geben.

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