Mehr als 7.000 Inseln, pulsierende Städte und traumhafte Strände machen die Philippinen zu einem Sehnsuchtsziel in Südostasien. Zwischen türkisblauem Meer, tropischer Natur und einer Küche voller Aromen entfaltet sich eine facettenreiche Welt, geprägt von herzlicher Gastfreundschaft.
Skate The World Foundation – gegründet von REISELUST-Autor Matthias Stelzmüller, gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, durch das Skaten Gemeinschaft, Struktur und neue Perspektiven zu erleben.
Inselhopping: Von Cebu bis Bohol erwarten Sie Traumstrände, Naturwunder, Tierbegegnungen und lokale aromatische Köstlichkeiten. Auf den Philippinen werden über 170 Sprachen gesprochen. Diese Vielfalt wirkt wie ein Versprechen, und sie erzählt von einem Land, das genauso facettenreich, lebendig und unterschiedlich ist wie die Stimmen seiner Einwohner. An dieser Stelle schaffen wir gleich ein Vorurteil aus dem Weg: „Auf den Philippinen zu kommunizieren ist für Touristen kompliziert“. Das Gegenteil ist der Fall, denn Englisch ist hier als ein Erbe der US-amerikanischen Kolonialzeit allgegenwärtig und für Reisende ein oft unterschätzter Vorteil. Egal wohin man sich verirrt, man bekommt so gut wie immer eine Antwort auf Englisch – natürlich inklusive einem Lächeln, das nie oberflächlich wirkt. Hinter der Freundlichkeit steckt oft eine Geschichte – nicht selten ein harter Alltag. Mich beeindruckt vor allem die Fähigkeit der Menschen, trotz aller Herausforderungen offen, neugierig und herzlich zu bleiben.
Tarsier von Bohol. Das nachtaktive Tier ist extrem scheu und besitzt die größten Augen im Verhältnis zur Körpergröße im Tierreich.
Abenteuer ab Cebu
Aber sprechen wir doch zuerst einmal darüber, wohin man sich überhaupt verirren sollte! Ein idealer Einstieg und Ausgangspunkt ist Cebu mit seinen tropischen Regenwäldern, feinen Sandstränden und etablierten Resorts wie dem Shangri-La Mactan in Lapu-Lapu City (www.shangri-la.com/cebu/mactanresort/), nur wenige Minuten vom internationalen Flughafen entfernt und perfekt, um den Jetlag luxuriös auszukurieren. Von hier aus erreicht man per Fähre die Insel Bohol mit den weltberühmten Chocolate Hills und endemischen Tierarten. Im Süden, auf der Insel Cebu, liegt Oslob, wo Begegnungen mit Walhaien nahezu garantiert sind und vorgelagerte Inseln echtes Robinson Crusoe-Gefühl bieten.
Loboc River auf Bohol. Eine Bootsfahrt auf grün schimmerndem Wasser durch üppige Dschungellandschaft fühlt sich unwirklich still an.
Strände, Meer, Action
Durch die günstige Lage kann man von Cebu aus auch Siargao, mit Stränden, die an die Malediven erinnern und zugleich ein Surfermagnet sind, erreichen. Ähnlich verhält es sich mit Boracay, einer Insel, die für lebendiges Flair und Kitesurfreviere bekannt ist, oder auch für Coron Palawan, das sich mit seinen dramatischen Kalksteinformationen und türkisfarbenen Lagunen zu einem der schönsten Tauchspots Südostasiens herauskristallisiert hat (historische Wracks inklusive). Praktisch: Inlandsflüge und Fähren sind günstig, sehr professionell organisiert und zuverlässig – und machen dadurch das Inselhopping unkompliziert. Vor Ort finden sich aber auch Touranbieter wie beispielsweise Travelcare (Robinsons Galleria Mall Cebu City, E-Mail: travelcareeight@gmail.com) in Cebu-City, die gerne die gesamte Organisation der Rundreise übernehmen und ein Rundum-Sorglos-Paket anbieten.
Baclayon Church. Bohols älteste Kirche stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert.
Bohol erleben & staunen
Schnell wird klar: Die Philippinen haben so viel zu bieten, dass es nahezu unmöglich ist, ihre ganze Vielfalt in einem einzigen Artikel abzubilden – selbst wenn man Städte wie Manila oder zahlreiche touristisch weniger erschlossene Regionen außen vorlässt. Auf dieser Reise fiel der Fokus bewusst auf Bohol, eine Insel, die auf engem Raum Natur, Tierwelt und Kultur vereint.
Berühmt ist Bohol für die Chocolate Hills, mehrere hundert sanft geformte Kalksteinformationen, entstanden aus uralten Korallenablagerungen. Je nach Jahreszeit leuchten sie grün oder schokoladenbraun und wirken beinahe surreal.
Fischmarkt in Cebu-City. Ein freundliches Lächeln gehört natürlich immer dazu.
Abseits davon werden geführte Touren durch dichten Dschungel angeboten, wo mit etwas Glück der Philippinen-Koboldmaki zu sehen ist. Die sensiblen Tiere werden im verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Tierwelt ausschließlich in kleinen Gruppen besucht. Kulinarisch kommt man auf den Philippinen an einem Klassiker nicht vorbei: Lechon, ein langsam gegrilltes Spanferkel mit legendär knuspriger Schwarte!
EVA AIRWAYS. Die neue komfortable Premium Economy bietet einen Sitzabstand von ca. 107 cm.
Reise-Mythen adé
Zum Abschluss müssen wir mit einem letzten Vorurteil aufräumen. Vor meiner Reise habe ich immer wieder Menschen gefragt, ob sie schon einmal auf den Philippinen waren. Die meisten antworteten, dass es sie sehr reizen würde, die Inseln aber doch so weit weg seien, sodass sie sich lieber für Bali entscheiden. Das ist ein Trugschluss: Die Flugzeit nach Cebu ist nahezu identisch und teilweise sogar kürzer. Mit EVA Air (www.evaair.com) kann man beispielsweise mehrmals pro Woche mit einem Umstieg in Taiwan nach Cebu fliegen. Tipp: Den Zwischenstopp gleich nützen, um zwei bis drei Tage in den Großstadtdschungel von Taipei – mit seiner höchsten Sehenswürdigkeit – dem Taipei-Tower (508 Meter hoch) – einzutauchen.
verfasst von Matthias Stelzmüller