KAC, VSV und Bullen im Halbfinale

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KAC, VSV und Bullen im Halbfinale

VSV bezwingt Linz, KAC gegen Zagreb, Overtime-Krimi an Salzburg.

Der VSV hat die Revanche gegen die Black Wings Linz geschafft. In den vergangenen zwei Jahren waren die Villacher Adler stets im Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga gegen Linz ausgeschieden, diesmal drehte die Mannschaft von Mike Stewart den Spieß um. Der VSV entschied am Dienstag das fünfte Spiel der "best-of-seven"-Serie mit 5:2 und die Serie mit 4:1 Siegen für sich und steht erstmals seit vier Jahren im Halbfinale.

In einem von beiden Seiten offensiv geführten Startdrittel standen die beiden Torhüter Bernhard Starkbaum (VSV) und Alex Westlund (Linz) im Mittelpunkt. Beide mussten sich je einmal geschlagen geben. Nachdem Linz die erste Chance vergeben hat, brachte Nico Toff den VSV im Gegenzug bereits nach 111 Sekunden in Führung. Pat Leahy gelang der Ausgleich (15.).

Im Mitteldrittel verflachte das Spiel, der VSV blieb aber aktiver und kam wieder durch die dritte Sturmlinie mit Kaspitz/Toff/Nici Petrik in Führung. Neuerlich war es der 22-jährige Toff, der eine Vorarbeit von Kaspitz zum 2:1 verwertete, Oberkofler fälschte den Schuss unhaltbar ab (36.). Es sollte die Vorentscheidung sein, denn die Linzer hatten danach nicht viel entgegenzusetzen. Im Schlussdrittel ließen die Villacher ihre Fans nicht lange zittern und sorgten früh für die Entscheidung.

VSV - Black Wings Linz 5:2 (1:1,1:0,3:1)
Stadthalle Villach, 4.200, SR Aumüller/Hascher
Tore: Toff (2., 36.), Langfeld (46.), Unterluggauer (47.), Mitchell (52./PP) bzw. Leahy (15.), Schlacher (59.)
Strafminuten: 6 bzw. 10 plus 10 Disziplinar R. Lukas.

Endstand in der Serie: 4:1 - VSV im Halbfinale

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Der KAC ist am Dienstag ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga eingezogen. Der Rekordmeister aus Klagenfurt besiegte Zagreb in einem Play-off-Krimi 6:5 nach Verlängerung und entschied damit die Viertelfinal-Serie mit 4:1-Siegen für sich. Die Entscheidung fiel in der 68. Minute durch den goldenen Treffer von Tyler Scofield.

Bei der deutlichen 1:4-Niederlage am vergangenen Sonntag in Kroatien hatte dem KAC vor allem die schwache Chancenauswertung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diesmal traf der KAC bereits im ersten Drittel durch Christoph Brandner (10.) und Scofield (16./PP). Die Klagenfurter waren jedoch bei den Kontern der Gäste anfällig und stellten sich defensiv ungeschickt an. Frank Banham (13./PP) und Ryan Kinasewich (17.) glichen jeweils aus, Thomas Guidarelli sorgte unter Mithilfe von KAC-Goalie Andy Chiodo (18.) für die Zagreber 3:2-Führung nach 20 Minuten.

Die Klagenfurter schienen von der Rolle zu sein. Nach einem fahrlässigen Passfehler von David Schuller im Powerplay zog Zagrebs Greg Day alleine aufs KAC-Gehäuse und traf (26./SH). Ein abgefälschter Schuss von Martin Schumnig (33.) brachte den KAC auf 3:4 heran. Nach einem von Chiodo entschärften Zagreb-Penalty von Kenneth Macaulay lieferte Brandner die perfekte Vorarbeit zum 4:4 durch Dieter Kalt (36./PP). Anfang des Schlussdrittels rutschte ein Schuss von Thomas Hundertpfund zwischen die Beine von Zagreb-Tormann Robert Kristan hindurch über die Torlinie (42.).

Die 5:4-Führung hielt bis fünf Sekunden vor Schluss. Doch dann schoss Robby Sandrock mit dem letzten Versuch der regulären Spielzeit sein Team in die Verlängerung (60.). Dort sorgte dann Scofield nach Vorlage von Schumnig für das Zagreber Saisonende.

EC KAC - KHL Medvescak Zagreb 6:5 n.V. (2:3,2:1,1:1;1:0)
Klagenfurt, Messehalle, 4.175, SR Dremelj/Trilar
Tore: Brandner (10.), Scofield (16./PP, 68.), Schumnig (33.), Kalt (36./PP), Hundertpfund (42.) bzw. Banham (13./PP), Kinasewich (17.), Guidarelli (18.), Day (26./SH), Sandrock (60./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 22 plus 10 Kanaet.

Endstand in der Serie: 4:1 - KAC im Halbfinale.

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Red Bull Salzburg hat sich dank Matthias Trattnig eine neuerliche Reise nach Slowenien erspart. Der Titelverteidiger der Erste Bank Eishockey Liga kämpfte am Dienstag Olimpija Ljubljana nach zwei Verlängerungen und dank eines Treffers von Verteidiger Trattnig in der 96. Minute mit 3:2 nieder und gewann die Viertelfinal-Serie (best-of-seven) mit 4:1-Siegen. Im Halbfinale ab kommenden Dienstag bekommt es der Meister mit den Vienna Capitals zu tun. Diese Halbfinal-Paarung hatte es schon in den Jahren 2006 bis 2009 gegeben, jeweils mit dem besseren Ende für die Salzburger.

In einem denkwürdigen Spiel über fast vier Stunden wuchs der 21-jährige Olimpija-Torhüter Pintaric über sich hinaus. Pintaric wehrte über 70 Torschüsse ab, hielt seinen Kasten gegen vor allem in der Verlängerung dauernd anstürmende Salzburger sauber, ehe er sich doch geschlagen geben musste.

Salzburg hatte Spiel vier der Serie am Grünen Tisch verloren, weil die Mannschaft einige Stunden vor Spielbeginn in Ljubljana (Laibach) wegen Sicherheitsbedenken abgereist war. Die Motivation war entsprechend groß, im Heimspiel den Halbfinal-Einzug zu fixieren. Entgegen den Emotionen im Umfeld blieben die Spieler auf dem Eis aber cool.

Salzburg sah zwei Drittel lang als der souveräne Sieger aus. Die Roten Bullen übernahmen von Beginn weg das Kommando und gingen durch Marco Pewal (15.) und Marco Brucker (22.) mit 2:0 in Führung. Erst gegen Ende des Mitteldrittels wurden die Gäste aktiver und kamen zu Beginn des Schlussdrittel auch zu zählbaren Erfolgen. Music gelang der Anschlusstreffer (43.), und nachdem Thomas Koch einen Penalty vergeben hatte, schaffte Ropret den Ausgleich (47.). Pintaric verhinderte danach mit einigen tollen Paraden einen Salzburger Treffer, auf der Gegenseite war auch Reinhard Divis in wichtigen Szenen zur Stelle. In der Verlängerung ging es 36 Minuten vier gegen vier, ehe Trattnig das kräfteraubende Duell beendete.

Red Bull Salzburg - Olimpija Ljubljana 3:2 n.2.V. (1:0,1:0,0:2/0:0/1:0)
Salzburg, Eisarena Volksgarten, 2.850, SR Schimm/Vogl
Tore: Pewal (15.), Brucker (22.), Trattnig (96.) bzw. Music (43.), Ropret (47.)
Strafminuten: 6 bzw. 8.

Endstand in der Serie: 4:1 - Salzburg im Halbfinale