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Eishockey

Bullen verlieren für Nicht-Antritt mit 0:5

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Zudem müssen die Salzburger 10.000 Euro Strafe zahlen.

Eishockey-Meister Salzburg ist nach dem Nicht-Antritt zum Viertelfinalspiel der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) in Ljubljana wie erwartet nicht um eine Strafverifizierung herumgekommen. Der Beglaubigungssenat der EBEL wertete das Spiel gegen Olimpija als 0:5-Niederlage für die Salzburger, der Strafsenat belegte den Club am Montag wegen "Nichtantreten zu einem Pflichtspiel und ligaschädigendem Verhalten" mit einer Strafzahlung von 10.000 Euro.

Salzburg muss auch eine Ersatzzahlung für die nachgewiesenen Kosten an Olimpija zahlen. Außerdem wurde der als Delegationsleiter tätige Salzburger Funktionär Rene Dimter für zwei Monate unbedingt gesperrt und von allen seinen Funktionen enthoben.

Sicherheitsauflagen nicht erhöht
Die Salzburger hatten sich nach dem Spiel am vergangenen Dienstag beklagt, dass sie auf der Spielerbank von Fans der Slowenen beworfen worden seien. Nachdem laut Club-Auskunft erhöhte Sicherheitsauflagen nicht erfüllt worden seien, entschied sich Trainer Pierre Page, die Heimreise anzutreten. Der Titelverteidiger führt in der "best of seven"-Serie nun nur noch mit 3:1, das nächste Spiel ist für Dienstag in Salzburg angesetzt. Sollte Salzburg verlieren, müssten die Mozartstädter erneut nach Ljubljana.

Aufgrund dieses Vorfalls fasste der Vorstand des Österreichischen Eishockeyverband mit sofortiger Wirkung einen Grundsatzbeschluss. "Für den Fall, dass ein Verein, trotz Einhaltung der durch den ÖEHV und die EBEL vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen, mutwillig oder ohne erkennbaren Grund, sohin eigenmächtig zu einem Meisterschaftsspiel nicht antritt, wird dieser schuldhaft handelnde Verein mit sofortiger Wirkung aus dem laufenden Meisterschaftsbewerb ausgeschlossen", hieß es in einer Erklärung.

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