Super-Finnen sichern sich WM-Gold

Eishockey

Super-Finnen sichern sich WM-Gold

Mit einem 6:1-Triumph über Erzrivale Schweden holen die Finnen den Titel.

Finnland hat sich am Sonntag im skandinavischen Final-Duell gegen Schweden klar durchgesetzt und ist damit zum zweiten Mal nach 1995 Eishockey-Weltmeister. Das Suomi-Team entschied in Bratislava das Endspiel der Titelkämpfe in der Slowakei mit 6:1 (0:0,1:1,5:0) für sich und setzte sich im vierten Endspiel gegen die Nachbarn seit 1992 zum zweiten Mal durch. Die Schweden verpassten hingegen ihren neunten Titel, holten aber nach zuletzt zweimal Bronze die bereits dritte WM-Medaille infolge.

Platz drei der 75. Titelkämpfe war zuvor an den entthronten Titelverteidiger Tschechien gegangen, der Russland 7:4 bezwungen hatte. Anders als im Bronzematch erlebten die Finalzuschauer erwartungsgemäß kein Offensivfeuerwerk, drei der finnischen Treffer fielen nämlich erst in der Schlussphase, als sich die Schweden bereits aufgegeben hatten.

Schweden gehen in Führung
Zunächst dauerte es aber fast eine halbe Stunde, bis endlich das erste Tor fiel. Die Schweden, die Österreich in der Vorrunde 3:0 besiegt hatten, gingen durch Magnus Pääjärvi in Führung. Der NHL-Stürmer traf mit einem satten Schuss ins Kreuzeck. Die Finnen hatten kurz zuvor eine Großchance ausgelassen.


Infolge des Gegentors agierte das Suomi-Team zunächst zwar leicht verunsichert, ein weiterer Gegentreffer blieb ihm jedoch erspart. In einem der wenigen Powerplays hatten die durch ein 3:0 über Russland ins Endspiel gekommenen Finnen bei einem Stangentreffer dann auch noch Glück. Im Gegensatz dazu gelang Jarkko Immonen, der mit seinem neunten Turniertreffer zum Torschützenkönig avancierte, sieben Sekunden vor Drittelende in Überzahl der Ausgleich.

Doppelschlag bringt Wende
Ein Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn brachte dann die Wende. Zuerst nützte Petteri Nokelainen (43.) einen der bis dahin seltenen Fehler der schwedischen Hintermannschaft zum 2:1. Dann bezwang Routinier Niko Kapanen (44.) Schwedens Tormann Viktor Fasth, der vor dem Finale zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt worden war, zum dritten Mal.

Das Dreikronen-Team, das im Halbfinale Titelverteidiger Tschechien (5:2) ausgeschaltet hatte, fand nicht mehr zurück in die Erfolgsspur und lief in der Schlussphase noch in ein Debakel. Denn Janne Pesonen (57.), Mika Pyorala (58) und Antti Pihlström (60.) erhöhten auf 6:1. Die beiden Final-Nationen sind in den kommenden zwei Jahren jeweils Co-Gastgeber der Titelkämpfe.