Absichtliches Eigentor nach unfairem Treffer

Echt fair

Absichtliches Eigentor nach unfairem Treffer

Deutsche Kreisliga lebt Fairplay vor: Weil sein Team einen unfairen Treffer erzielte, machte der Spielertrainer prompt ein absichtliches Eigentor.

Schlag nach bei Mayrleb
Mit einem absichtlichen Eigentor nach einem unfair erzielten Treffer hat ein Fußball-Spielertrainer in einem deutschen Kreisliga-Spiel Fairplay vorgelebt. Im Spiel zwischen dem FC Grenzach und dem SV Schwörstadt im südbadischen Bezirk Hochrhein war es kurz vor der Pause zu einer Verletzung eines Gastgeber-Spielers gekommen. Statt den Ball wie üblich ins Aus zu spielen, beförderte ein Schwörstädter das Leder zum allgemeinen Erstaunen zum 1:1 ins gegnerische Tor - der Grenzacher Torwart reagierte nicht. Dem Schiedsrichter blieb nichts anderes übrig, als auf Tor zu entscheiden. Schon einmal in Österreich passierte: Damals schoss Austrias Christian Mayrleb einen ähnlichen Treffer gegen Bregenz. Klub-Boss Frank Stronach ließ daraufhin die Partie wiederholen.

Gentleman
Es folgten wilde Proteste und eine große Geste: Spielertrainer Urs Keser wartete den nächsten Angriff ab - und schoss ein absichtliches Eigentor: "Wir hatten Abstoß und da habe ich zu meinem Torwart gesagt 'Gib mal den Ball her.'. Dann hab ich ihn von der Strafraumgrenze aus in unser Tor geschossen. Ich wollte das wieder gerade biegen, denn das gehört sich einfach nicht. Das ist nicht unsere Art, meinem Spieler tut das auch leid", sagte Keser, den die vielen positiven Reaktionen im Anschluss überraschten: "Ganz viele haben mich angerufen und gesagt, was für ein toller Typ ich doch bin. Dabei ist das doch normal, was ich gemacht habe", meinte Keser.

Grenzach siegte
Am Ende gewann Grenzach übrigens mit 3:2-Toren, durch einen Treffer in der Nachspielzeit. "Wir haben verloren, ja und? Wenn wir mit diesem Tor gewonnen hätten, hätten wir uns auch nicht freuen können", sagte Keser.