Admira gegen Vilnius

Klarer 5:1-Sieg

Admira fertigt Schalgiris Vilnius ab

In Runde drei der Quali wartet Sparta Prag.

Nach der Blamage von Red Bull Salzburg in der Champions-League-Qualifikation haben Österreichs Clubs in der Europa-League-Qualifikation reüssiert. Der FC Admira Wacker Mödling feierte am Donnerstagabend im Rückspiel der zweiten Runde gegen Schalgiris Vilnius einen verdienten 5:1-Heimsieg und schaffte mit dem Gesamtscore von 6:2 deutlich den Aufstieg.

Jetzt gegen Warschau
Die Südstädter bekommen es nun am 2. und 9. August mit Sparta Prag zu tun. Nächster Gegner der Rieder ist Legia Warschau. Der polnische Club setzte sich gegen Liepajas Metalurgs klar mit 5:1 sowie dem Gesamtscore von 7:3 durch. Beide heimischen Clubs haben zuerst Heimrecht. Rapid bekommt es mit dem serbischen Klub Vojvodina Novi Sad zu tun.

Starker Auftritt der Südstädter
Aufseiten der Admiraner machten Stefan Schwab (4.), Patrik Jezek (14./Elfmeter, 52.), Issiaka Ouedraogo (31.) und Philipp Hosiner (70.) den höchsten Europacup-Sieg der Vereinsgeschichte perfekt. Den Litauern gelang durch Kuklys nur der Ehrentreffer (21.).

Das Weiterkommen der Admira war in keiner Phase des Spiels ernsthaft in Gefahr. Dies lag auch an einem überaus gelungenen Start: In der 4. Minute leistete Sabitzer eine mustergültige Vorarbeit für Schwab, der im Strafraum noch einen Verteidiger aussteigen ließ und im Fallen zwischen die Beine von Schalgiris-Goalie Vitkauskas zum 1:0 traf.

Zehn Minuten später stand es bereits 2:0 für die Gastgeber. Im Zuge eines Eckballs von Jezek wurde Drescher von Jankauskas zu Boden gerissen, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Jezek souverän.

Kurz darauf folgte die einzige brenzlige Phase für die Südstädter. Goalie Tischler verschätzte sich bei einer Freistoßflanke der Litauer und der Ball sprang vom Knie von Kuklys ins Tor. Wirklich nervös wurden die Kühbauer-Schützlinge deswegen aber nicht - schon in der 25. Minute ließ Windbichler per Kopf nach Jezek-Corner einen Sitzer aus.

So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe das vorentscheidende 3:1 fiel. Ouedraogo versenkte einen Querpass von Sabitzer per Fersen-Direktabnahme im Netz. Allerdings hatte der sehenswerte Treffer einen Schönheitsfehler, denn Sabitzer war zuvor im Abseits gestanden.

Für den Ausgang des Duells wäre aber wohl auch eine Aberkennung des dritten Admira-Tores unerheblich gewesen, zu groß war an diesem Tag der Klassenunterschied zwischen den Niederösterreichern und den Litauern. Dies wurde wieder in der 52. Minute augenscheinlich, als sich Ouedraogo mit einer starken Einzelaktion in Szene setzte und auf Jezek passte, der seinem Gegenspieler im Strafraum noch ein "Gurkerl" verpasste und abgebrüht zum 4:1 einschoss.

Auch danach hatte die Admira das Match klar unter Kontrolle und zeigte sich im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage am Sonntag gegen Ried klar verbessert, wohl auch dank des Spielverlaufs: Mit der schnellen Führung boten sich genau jene Räume, welche die Admira für ihre große Stärke - das schnelle Spiel nach vorne - benötigt.

Diese Qualität bewiesen die Hausherren vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller wieder in der 70. Minute, als der eingewechselte Hosiner einen zügig vorgetragenen Angriff mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 5:1 abschloss. Damit war der höchste Europacup-Sieg in der Vereinsgeschichte der Admira perfekt.

Stimmen zum Spiel

Dietmar Kühbauer (Trainer Admira): "Wir haben ein großartiges Spiel abgeliefert, da kann man nur stolz sein. Man merkt, dass Jezek schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, so abgebrüht wie er die zwei Tore gemacht hat. Man kann davon ausgehen, dass Sparta ein anderes Kaliber sein wird. Wir sind krasser Außenseiter, aber wir werden uns voll reinlegen. Im Fußball ist schon viel passiert."

Issiaka Oedraogo (Spieler Admira/Schütze des 3:1): "Sparta Prag ist eine sehr starke Mannschaft, aber wir haben eine Chance, dass wir weiterkommen."


Diashow: Kader FC Admira Wacker

Kader FC Admira Wacker

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