Aufstand bei den Bullen

Vor Hit bei Austria

Aufstand bei den Bullen

Stars wehren sich gegen Versetzung. Meister drohen Millionenklagen.

Chaos total beim Meister: Die Spieler-Gewerkschaft (VdF) hat die rechtliche Vertretung der von Sportdirektor Ralf Rangnick abservierten Profis übernommen. Auf Red Bull Salzburg kommen Millionenklagen zu.

Die Brasilianer Leonardo (Marktwert 1,8 Millionen Euro), Douglas da Silva (eine Million), Cristiano (800.000 Euro), der Schwede Rasmus Lindgren (eine Million) und Joaquin Boghossian aus Uruguay (850.000) wurden in der Vorwoche zum Kooperationsklub FC Liefering (Zweiter der Regionalliga West) abgeschoben.

Red Bull schießt gegen die Fußballer-Gewerkschaft
Dagegen kämpfen sie nun vehement an. Gernot Zirngast (früher Sturm, GAK und Wiener Sportclub), Vorsitzender der Spielergewerkschaft, im Interview mit ÖSTERREICH: "Das kommt einem Berufsverbot gleich. Man kann die Spieler nicht so degradieren. Vor Gericht wären die Bullen chancenlos."

Die Gewerkschaft stellt dem Verein ein Ultimatum: Falls Red Bull Salzburg die Entscheidung nicht binnen einer Woche rückgängig macht, wird beinhart geklagt. Der Oberste Gerichtshof (OGH) legte in ähnlichen Fällen fest: Ein Fußballprofi habe zwar nicht das Recht auf Einsätze in der Kampfmannschaft, aber er müsse die Möglichkeit bekommen, mit der Kampfmannschaft zu trainieren!

Sollten die Bullen nicht einlenken, wären die betroffenen Spieler kostenlos frei -und der Klub müsste die Gage bis Vertragsende weiterzahlen. Douglas hat einen Kontrakt bis 31. Dezember 2015. Der Vertrag von Cristiano läuft bis 30. Juni 2015, jener von Boghossian bis 30. Juni 2014. Die Kontrakte von Leonardo und Lindgren enden am 30. Juni 2013.

Bei den Bullen betrachtet man die Vorgehensweise der Gewerkschaft als Affront. Gestern Abend hieß es, mit vier der fünf Stars habe man bereits eine Einigung erzielt.

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