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Aufsteiger gewann West-Derby

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Im abschließenden Spiel der Bundesliga besiegt Aufsteiger Altach Wacker Tirol mit 2:0

Der SCR Altach hat die erste Erstliga-Herbstsaison seiner Vereinsgeschichte mit einem verdienten 2:0-Heimerfolg im West-Derby gegen Wacker Tirol abgeschlossen. Während die Vorarlberger dank der Treffer von Mattle und Dorta als Fünfter mit 27 Punkten in die Winterpause gehen, blieben die Innsbrucker im vierten Spiel in Folge ohne Sieg und starten am 24. Februar als Vierter mit einem Zähler Vorsprung auf den Aufsteiger ins Frühjahr.

Die 6.500 Zuschauern im Stadion Schnabelholz riss es bereits in der 7. Minute erstmals von ihren Sitzen. Nach einem Dorta-Freistoß von links sprang Mattle im Strafraum am höchsten und bezwang Wacker-Goalie Planer per Kopf zum 1:0. Wacker hatte über die gesamte erste Hälfte mehr Spielanteile, agierte in Tornähe aber zu umständlich und fehlerhaft. Für Gefahr vor dem Gehäuse von Altach-Keeper Krassnitzer sorgte zunächst nur ein gut angetragener Brzeczek-Freistoß (19.) von der Strafraumgrenze, der knapp über das Tor strich.

Auf der anderen Seite hatte Planer Gelegenheit, sich bei einer Dreifach-Chance der Hausherren in der 27. Minute auszuzeichnen. Zunächst entschärfte der Tiroler Keeper einen Kopfball von Mattle, dann traf Leonardo mit einem spektakulären Volley den Rücken von Knabel, ehe Chinchilla-Vega mit einem Weitschuss erneut an Planer scheiterte. Die größte Chance der Innsbrucker vergab Aganun (36.), als er nach einem Traumpass von Brzeczek alleine auf das Altacher Tor zulief, mit dem Außenrist aber nur die rechte Innenstange traf.

Nur wenige Minuten nach der Pause (52.) machte es Altachs Mittelfeld-Akteur Dorta besser und sorgte mit einem Traumtor für die Vorentscheidung. Der Brasilianer fackelte aus rund 20 Metern Entfernung nicht lange und traf mit einem Halbvolley genau ins rechte Kreuzeck. An der Charakteristik des Spiels änderte sich bis zum Schlusspfiff nicht viel, die Vorarlberger ließen die über weite Strecken harmlosen Tiroler kommen und hatten in der Defensive kaum Probleme.

Negativer Höhepunkt der Partie war eine Gelb-Rote Karte gegen Wacker-Kapitän Feldhofer (78.) wegen wiederholten Foulspiels. In der 93. Minute war Krassnitzer bei einem Weitschuss von Aganun nochmals auf seinem Posten.

Meinungen
Michael Streiter (Altach-Trainer): "Wir mussten heute einige sehr wichtige Spieler vorgeben, deswegen freut mich dieser Sieg über meinen Ex-Verein noch mehr. Wir waren heute spielerisch nicht so stark, umso glücklicher bin ich über die drei Punkte. Wenn wir im Frühjahr so weiter spielen, dann können wir weiter vorn dabei sein. Wir haben einen sehr guten Herbst gespielt und sind auf einem guten Weg. Aber der Weg nach oben ist noch sehr weit."

Frantisek Straka (Wacker-Trainer): "Wir waren überhaupt nicht effizient. Altach hingegen hat die Chancen perfekt genützt. Wir haben zwar auch Pech, aber uns fehlt vor allem der Killerinstinkt. Dennoch sind wir als Vierter gut dabei."

Ferdinand Feldhofer (Wacker): "Wenn der Schiedsrichter in der 5. Minute zu mir sagt, dass ich heute noch die Rote Karte kriegen werde, dann soll sich jeder selbst ein Bild davon machen. Wir gehen jetzt mit einem schlechten Gefühl in die Winterpause, weil wir aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt gemacht haben."

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