Austria hält vorerst an Bjelica fest

Nach Krisensitzung

Austria hält vorerst an Bjelica fest

Im Winter sollen drei neue Spieler verpflichtet werden.

Meister Austria Wien hält trotz der jüngsten Negativserie - nur ein Sieg aus zwölf Spielen - an Trainer Nenad Bjelica fest. Nach einem fast zweistündigen Gespräch mit Bjelica und Markus Kraetschmer kündigte Sport-Boss Thomas Parits am Montag allerdings an, im Winter auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. "Wir haben uns darauf verständigt, in der Wintertransferzeit drei neue Spieler für unseren Kader dazu zu nehmen, um für frischen Wind sorgen zu können. Man darf jetzt nicht alles grundsätzlich infrage stellen, aber wir haben genau analysiert, wo wir Änderungen anstellen müssen", so Parits nach der Krisensitzung.

Noch gibt es Rückendeckung
"In den acht Runden bis zur Winterpause werden wir jetzt keine Schnellschüsse machen", stellte auch Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer noch einmal fest. Noch sei der angestrebte Platz im internationalen Geschäft bei aktuell vier Zählern Rückstand auf den Dritten Rapid nach wie vor in Reichweite. Auf den Zweiten Ried fehlen der fünftplatzierten Austria fünf Punkte.

Bjelica droht Konsequenzen an

Der besonders bei den Fans immer mehr in Kritik geratene Bjelica hatte am Sonntag nach der bitteren Derby-Niederlage gegen Rapid seine Mannschaft hart kritisiert. "Ich schaue mir das nicht mehr weiter an. Es ist ein Wahnsinn, was wir uns in den letzten Wochen kaputtgemacht haben!" Der Kroate, der erst im Sommer an den Verteilerkreis gekommen war, kündigte radikale Schritte an. "Ich werde drei, vier Spieler raushauen. Die Leistung war einer Austria nicht würdig. Einige Spieler sind nicht ­willig. Die werden aus­sortiert. Wenn ich nächste Woche noch Trainer bin, gibt es eine ganz andere Aufstellung ", so der Kroate. 

Rückfall auf Platz 8 droht
Am kommenden Sonntag steht die Austria bei Wiener Neustadt unter Druck. Bei einer Niederlage könnte der Meister bis auf Tabellenplatz acht zurückfallen. Dann wäre wohl Bjelicas Gastspiel in Favoriten nach nur wenigen Monaten zu Ende.

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