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ÖFB-Krise

Bartenstein ist der Überraschungsmann

Tage der Entscheidung beim ÖFB: Wer wird Präsident? Jetzt ist auch der frühere Wirtschaftsminister Bartenstein im Gespräch!

Der Großindustrielle aus der Steiermark gilt als Sportfan, spielte Basketball und war auch Präsident des Basketballverbandes. Bartenstein (55) erfüllt haargenau das Anforderungsprofil. Bisher war nur vom heißen Duell zwischen Leo Windtner und Günter Kaltenbrunner die Rede gewesen. Bei der ersten Marathonsitzung des Wahlausschusses endete die Abstimmung 5:5.

ÖSTERREICH erfuhr: Der Vorsitzende des Wahlausschusses, Salzburgs Fußballpräsident Herbert Hübel, sprach bereits mit Bartenstein. Topfavorit bleibt aber Kaltenbrunner. Er hat den Wiener Verband hinter sich, wird auch von ÖFB-Sponsor Raiffeisen in Position gebracht.

Spannung
Am Montag tritt der Wahlausschuss des ÖFB zum zweiten Mal zusammen. Vor dem Gipfel herrscht Hochspannung und Nervosität. Alle haben Angst davor, dass es bei der Generalversammlung am 28. Februar zu einer Kampfabstimmung kommt. Das würde einen offenen Machtkampf bedeuten.

ÖSTERREICH fragte ÖFB-General Gigi Ludwig: Steht nach dieser Sitzung der neue Präsident fest? Ludwig dazu: „Nur dann, falls wir zwei Kandidaten haben und nicht noch wer einen Überraschungsmann aus dem Hut zaubert ...“ Namen kommentiert der mächtige ÖFB-General nicht. Ludwig: „Erstens bin ich nicht stimmberechtigt – und zweitens sind derzeit viele Gerüchte im Umlauf. Ich kann verraten: Davon ist nicht einmal die Hälfte wahr. Deshalb bin ich froh, wenn die Sache endlich vom Tisch ist.“

Präsentation
Beim ÖFB erwarten alle, dass Montagabend der Nachfolger von Friedrich Stickler sein Amt antritt. Dann könnte der neue ÖFB-Boss schon am Dienstag groß präsentiert werden. Da gibt es sowieso eine Pressekonferenz mit Teamchef Karel Brückner im Wiener Hilton Danube-Hotel.

Von Christian Russegger/ÖSTERREICH